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Mittwoch, 7. November 2018





EIN NEBELMONAT
VOLL MIT LICHT



So fing es Mitte Oktober an, Föhnlage am Alpenrand bedeutet immer, trotz Herbst Sommertemperaturen und klare Sicht statt Nebel, Wolkenformationen statt Einheitsgrau.





Die Morgen in Pastell und ein zarter Dunst überm See.





Nur zweimal in den letzten Wochen gab es
mystische Stimmungen am See.
Das liebe ich ja am November, der sich noch versteckt.







Aber Mystik hin oder her, wenn ich dann so einen bombastischen Blick erleben darf, ist alles gut.

Ich stand da mindestens eine halbe Stunde und habe beobachtet, wie sich die Stimmung verändert.

Die Wolken waren so plastisch, fast greifbar und darunter zu stehen war richtig erhaben.





Diese phantastische Aussicht gab es letzte Woche und danach fast täglich.

Sind die Strukturen nicht unfassbar schön. Ich konnte mich nicht satt sehen.
Glücklicherweise wohne ich hier, dass ich bei jeder Veränderung sofort vor Ort war. Wolken- und Stimmungsjäger sozusagen.




Es gab auch mal ruhige, sanfte Sonnenuntergänge, aber nicht minder schön.




Gestern fing der Morgen schon interessant an, denn der Ausblick ist der selbe und man könnte vermuten, dass es ein Abendrot ist. Aber nein, es ist ein Morgenrot im Westen und das habe ich in dieser Intensität letztes Jahr das erste Mal gesehen und jetzt wieder.

Was sich dann am Abend am Himmel gezeigt hat, war ein Feuerwerk an Inspiration, Faszination und ein Schauspiel, wie es nicht intensiver hätte sein können.












Das kann Herbst und das kann Föhn.
Ich habe schon viele spektakuläre Stimmungen gesehen,
aber in dieser Intensität und Häufigkeit kann ich mich nicht erinnern, es je erlebt zu haben.




Vielleicht brauchen die Menschen jetzt keinen Nebel und keine Mystik. Vielleicht muss jetzt alles Licht durchtränkt und gewaltig sein, vielleicht müssen unsere eigenen Nebel und Schatten weichen, vielleicht will die Natur, dass wir ihre Größe und ihre Erhabenheit erkennen und vielleicht müssen wir uns jetzt unter diese greifbaren Himmel stellen, um zu spüren, dass wir untrennbar Teil davon sind.














Kommentare:

  1. Himmlische Wolkenbilder. So schön und das im November.
    Lg aus Wien

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    1. Ja unglaublich, was da zu sehen ist, und wie du sagst, trotz November.

      Liebe Grüße aus dem Ländle
      Veronika

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  2. WOW ..........was für herrliche, wunderschöne und stimmungsvolle Himmelsbilder! Herzlichen Dank dafür! Da wäre ich auch ewig stehen geblieben, um alles zu beobachten und viele Bilder zu machen! Da kann man den Blick gar nicht abwenden ...Einfach gigantisch, diese Himmel!
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Liebe Claudia,

      danke für Deine Zeilen. Ich hatte wirklich das dringende Bedürfnis, die Fotos zu zeigen, denn so was sieht man nicht alle Tage.

      Vielleicht bieten uns die Stimmungen auch die Möglichkeit, und sei es auch nur für einen Moment, sprachlos zu werden und ein Stück weit auch zeitlos.

      Auch Dir einen wunderschönen Herbsttag.
      Herzensgrüße Veronika

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  3. Das Headerbild, das auch im Post ist, meine Güte, Veronika, das erzeugt sofortige Schnappatmung. Und Demut vor dieser Macht, die wohl leider trotz solcher Anblicke bei den meisten Menschen nicht vorhanden zu sein scheinen. Und nach November sieht es auch hier im Moment nicht so wirklich aus. Er guckte nur kurz vorbei, soll aber in den nächsten Tagen sesshaft werden ;))
    Ich bin gespannt, was Dir da noch vor die Linse kommt - aber diese Bilder hier, meine Güte, Ehrfurcht auch vor der Fotografin, meine Liebe! Und vor der Wortwahl im letzten Absatz. Wundervoll.
    Hab es weiter zum Staunen, Du Jägerin der wahren Schätze ;), Deine Méa

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    1. Hahhahaah Schnappatmung, das ginge ja noch, ich war atemlos. Danke für Deine Ehrfurcht, aber ich habe definitiv nur wiedergegeben, was ich gesehen habe. Und das sogar mit Handy. Aber bei solchen Naturschauspielen braucht es keine großartige Technik mehr.

      Ich freue mich echt auf den November, dieses Mal ganz anders wie sonst. Denn nach einem kurzen Regen sehe ich schon wieder blauen Himmel im Westen.
      Wie schön, ich bin eine Jägerin der wahren Schätze, ja so wie Du auch. Und wir wissen, wie reich wir dadurch sind.

      Allerliebste Föhngrüße in den Norden. Ich drück Dich und freue mich, dass es Dir Schritt für Schritt besser geht.
      Deine Veronika

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  4. Unfassbar, liebe Veronika!
    Wunderschön, aber auch ziemlich gewaltig und ehrfurchtgebietend.
    Und in der Tat: Es gibt inzwischen Wolkenformationen am Himmel, die ich auch zuvor noch nie gesehen habe. Manche erinnern mich an Muster, die das Wasser in den Sand spült.
    Beeindruckte Grüße aus München an den Bodensee
    Petra

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    1. Ja gewaltig, das war und ist es wirklich. Irgendwas geschieht gerade, was es ist, werden wir erfahren, aber es fühlt sich sehr mächtig an.

      Das stimmt, Muster im Sand, da gibt es auch noch eine Menge Bilder von mir von der Wanderdüne in Nordjütland.

      Und es zeigt sich, dass alles mit allem verbunden ist und jede Struktur und jede Form und überhaupt alles in allem zu finden ist.

      Herzensgrüße
      Veronika

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  5. Liebe Veronika, ich danke dir für diese wunderschönen Bilder.
    Ich empfinde dabei soviel Demut.
    Ich wünsche mir so sehr, dass die Menschheit unserem Universum viel mehr Demut entgegenbringen sollte.
    Beim Betrachten deiner Bilder finde ich keine Worte, ich bin überwältigt von dieser Schönheit und dabei habe ich Schiller in Gedanken bei mir.
    Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium!
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmlische, dein Heiligtum...
    Ich grüße dich ganz innig und sage dir noch einmal Danke für diese wunderschönen Bilder.
    Edith.

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    1. Liebe Edith,

      ich freue mich sehr über deinen Besuch bei mir.

      Ich glaube, es sind genau die Momente, in denen wir sprachlos sind, die ein Universum öffnen können. So gut wäre es, Menschen wären viel öfters sprachlos.

      Jeder, der hier eine Antwort hinterlassen hat, empfindet Ehrfurcht und Demut. Ich hatte das auch so und es hat mich wirklich in andere Sphären versetzt.

      Ich teile diese Bilder gerne, liebe Edith und freue mich, wenn sie auch dich innehalten lassen.

      Herzensgrüsse und schau auf dich.
      Veronika

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  6. Was für unglaubliche, grossartige Bilder- Bilder, die einmal mehr vergegenwärtigen, wie unbeschreiblich imposant die Natur agiert! Ehrfurchtgebietend ist das, und es macht einem klar, wie klein und unbedeutend der Mensch ist, obwohl er ganz und gar vom Gegenteil überzeugt ist.....
    Solche Aufnahmen machen wirklich sprachlos. Und es bedarf auch keiner Worte, denn sie lösen Gefühle in mir aus, die man irgendwie gar nicht beschreiben kann. Und auch nicht muss.
    Lass uns hoffen, dass auch Generationen nach uns in diesen Genuss kommen. Und lass uns das in unserer Macht stehende dafür tun!
    Hab einen wohlig-frohen Herbstabend, Hummelzherzensgrüsse!
    ....die aber trotzdem hofft, dass es jetzt mal kalt wird. Die Natur braucht das ganz dringend. Und die olle Hummel auch..... ;oD

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    1. Einfach unfassbar groß und unbeschreiblich, du sagst es. Ich bin froh, solche Bilder zu haben und innerlich immer wieder da stehen zu können und zu staunen. Zu schnell und zu oberflächlich und zu intensiv kann Alltag sein.

      Das ist vermutlich auch das große Problem an sich, Menschen können nicht mehr verweilen und staunen und einfach nur sein.

      Ich glaube sehr, dass auch zukünftige Generationen so was erleben werden, denn es ist so viel an Umkehr spürbar.

      Es war 2018 ein so unglaubliches Ausnahmejahr und ich bin auch gar nicht mehr sicher, ob die Natur unter der Hitze, der Trockenheit wirklich gelitten hat. Zumindest hier im Land gab es eine Erntefülle wie schon lange nicht mehr.
      Ich glaube, es regelt sich so viel mehr jenseits des Sichtbaren, darauf vertraue ich.

      Und so nehme ich was kommt, ob kalt oder nicht und freue mich an allem, was sich vor meinem Fenster bietet.

      Herzensgrüße in die Schweiz
      Veronika

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    2. Ja, spürst du das auch? Ich glaube auch, dass sich was tut. Dass die Menschen mehr und mehr erfassen was wir ihr, unserer Erde, antun, und dass sich in ihnen etwas bewegt. Natürlich bin ich grundsätzlich sensibilisiert und springe auf alles an, was in den Medien über Nachhaltigkeit etc. auftaucht- und doch meine ich zu erkennen, dass es immer mehr wird.
      So viele kleine Projekte sind überall auf dieser Welt am Laufen, die meisten von ihnen passieren im Stillen, motiviert von ein paar Menschen, die aber wiederum andere "mitnehmen"- und so kommt (hoffentlich!) eine Lawine ins Rollen. Ich freue mich so sehr über jedes Projekt, das angeschoben wird und dessen man gewahr wird!
      Stehen und staunen- das setzt "Ruhig-sein-können" voraus. Und du hast Recht: In dieser Zeit, in der es nur noch um schneller-höher-weiter geht ist es beinahe schon ein Frevel in den Augen vieler, unproduktiv irgendwo zu sitzen und zu schauen. Aber genau DAS ist mein Lebenselixier- zumindest eines davon! ;oD - und das lasse ich mir nicht nehmen. Oder vielmehr: Ich widersetze mich sowieso dem, was "man" so tut und lässt. Und fahre ausgesprochen gut damit!
      Liebe Grüsse! (und schön, dass man im www auf Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich austauschen kann!)

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    3. Allein auf weiter Flur zu sein ist ja nicht witzig, darum ist es wirklich gut, sich auszutauschen, wo das Gehirn den selben Architekten hatte (mal gelesen und für gut befunden:).
      Du wohnst ja in den Bergen und weißt, wie eine Lawine entsteht, es ist immer ein kleiner Anstoß, der was großes ins Rollen bringt und so wird es auch global sein. Die Revolution kommt nie von oben, sondern von unten, die Geschichte beweist es.

      Inwieweit Menschen wahrnehmen, was sie der Erde antun, kann ich nicht sagen. Aber sie spüren und wissen, was sie sich selber antun und dass die Lebensweise für sie nicht mehr so weitergeht. Das ist für mich der springende Punkt.
      Denn jede Veränderung für sich selbst und jeder Rückzug aus dem, was Welt für wichtig hält, ist ja automatisch auch ein Dienst an der Erde. Das hängt alles zusammen.

      In Gesprächen höre ich einfach so oft, dass Menschen sich nach Ruhe, nach Rückzug, nach innerem Frieden, nach dem Stopp im Hamsterrad sehnen und deutlich spüren, dass sie krank werden, wenn sie so weitermachen. Und das halte ich für das wichtigste Regularium.

      Kennst Du Bernd Kolb (Atman-Projekt?), ein sehr erstaunlicher Mann. Er sagt immer, dass die Rettung da beginnt, wo es möglich wird, 10 Minuten am Tag einfach nur zu sein und nichts zu tun, einfach NICHTS. Und wie schwer es den Menschen fällt, nichts zu tun. Der Verstand will immer beschäftigt sein. Aber er führt auch Menschen durch seine Inspirationen in einen Raum, der jenseits von Verstand und Zeit liegt.

      Ja, ich widersetzte mich auch, aber ich bin mittlerweile in einem Umfeld, wo es keiner mehr merkt, hihihihi. Alle anderen haben sich aus meinem Leben verabschiedet. Und ja, ich kann auch sitzen und nichts tun, oder unter einem so grandiosen Himmel stehen und nur staunen.

      Lass es dir gut gehen.
      Veronika

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  7. Was für tolle Bilder!!!
    Und wie schön du geschrieben hast!
    Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, sehe ich auch manchmal schöne Sonnenaufgänge. Doch leider habe ich keine Zeit anzuhalten oder aber keinen geeigneten Parkplatz. Eine Alternative wäre, an meinen freien Tagen früh aufzustehen und zu fotografieren. Aber das schaffe ich nicht.

    Das Bild im Header (ist ja auch im Posting) haut einen fast um. Sooo schön, sooo beeindruckend!!! Es sieht für mich fast wie ein Gebirge aus, das auf dem Kopf steht.

    Ich wünsche dir noch viele solche Momente, in denen du ehrfürchtig staunen kannst!

    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,

    Biene

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    1. Liebe Biene,

      ja das stimmt tatsächlich mit Kopf stehen und Gebirge. Schön, dass Du das so gesehen hast.

      Früher aufstehen ist auch nicht meines, leider, denn die frühen Morgenstunden haben einen ganz besonderen Zauber und fast etwas unberührtes. Glücklicherweise kann ich solche Momente ganz oft nutzen, das ist wirklich ein Geschenk.

      Eine gute Novemberzeit für Dich.

      Herzliche Grüße
      Veronika

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