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Montag, 3. September 2018






WAS FÜR EIN SOMMER




Hat Rilke wohl den Sommer 2018 besungen, als er sagte

....Herr, der Sommer war sehr groß....





Ich kann mich nicht erinnern, dass es in diesem Jahr bei uns eine längere Schlechtwetter-Phase gab.

Gefühlt ist es seit Februar schön und sonnig, höchstens ein paar Tage unterbrochen durch Regen und kühleres Wetter.





2018 ist das Sonnenjahr schlechthin.

Diese Aufnahme stammt vom 27. Juni, Lindau Insel, sieht doch richtig mediterran aus. Ein Ort zum Verweilen in seliger Sommerurlaubsstimmung.





Die Farben so unglaublich intensiv, die Luft glasklar und ein Gefühl, dass sich der Himmel mehr denn je mit der Erde vereint.




Magische Inszenierungen jenseits der Seebühne in Bregenz.



Er war aber auch anstrengend und fordernd. Bis Anfang August war an Ruhe nicht zu denken und die Siesta in der flirrenden Mittagshitze fand nur in meinem Wunsch danach statt.





Unsere Katzen taten genau das, was Sinn machte, die haben sogar Pausen vom Fressen eingelegt, es war ihnen mehr als zu heiß.






August - der Monat der Hundstage - sie waren dieses Jahr so ausdehnend wie schon lange nicht mehr und statt plätschernden Bächen gab es nur Rinnsale und Tümpel. In manchen Gemeinden gab es sogar Wassermangel und das hier in den Bergen.






Nur gelegentlich Mal haben sich die Schleusen geöffnet - bei uns glücklicherweise ohne große Unwetter - um nach den großen Reinigung wieder ein friedliches und sanftes Gesicht zu zeigen.







Mein Garten mochte offensichtlich diesen Sommer, es gab und gibt immer noch eine Fülle, wie ich sie selten erlebt habe.





Doch mitten in der sommergetränkten Zeit kündigen sich die Herbstboten an, früher als letztes Jahr sind die ersten Dahlien in voller Blüte.








Und wie immer tragen sie die ganze Sommerfülle in sich, räumen den Farbtopf leer und strahlen in die Welt hinein, als ob es nie Winter würde.








Sie sind Meister darin, mit Licht und Schatten zu spielen und erinnern uns daran, dass auch diese Zeit nun kommt, die Zeit der langen Schatten, aber auch der höchsten Reife.

Ich weiß noch nicht, ob ich voller Wehmut dem Sommer nachtrauern oder meiner Freude auf warme Schals, meine irische Strickjacke, auf Eintöpfe und Kerzenlicht nachgeben soll.

Es ist irgendwie gerade beides und so bleibe ich mit einem Teil noch in den Erinnerungen an einen erfahrungsreichen, glühenden Sommer, und fühle schon mal hinein in das, was meine Ernte ausmacht.






















Kommentare:

  1. Danke für diese wunderschönen Bilder!
    Ja, der Sommer war zu groß, zu heiß und zu trocken. Jetzt ist er zum Glück vorbei und es wird wieder ein wenig normaler :O)
    Deine Gemüseernte sieht toll aus und die Dahlien sind wunderschön!
    Hab noch einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Ein Sommer des ....zu....., genau das ist es. Aber trotzdem konnte ich viel davon genießen.

      Die Gemüseernte geht nun seit zwei Monaten und noch keine Ende in Sicht. Wir können wirklich volltanken mit den prallen Inhaltsstoffen.

      Dir auch eine feine Zeit
      Herzensgrüße
      Veronika

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  2. Oh...ich würde sagen: Wir freuen uns auf alles, was die dunklere und kühlere Zeit so an Schönem mit sich bringt! Denn sie steht für mich für alles, was das Leben entschleunigt, für Gemütlichkeit und Einkehr- ins eigene Zuhause und ins eigene Ich! Hier flackern bereits wieder die ersten Kerzen, eine Strickarbeit liegt in der Stube, ich freue mich auf deftige Eintöpfe, auf ein paar Gläser selbst eingekochte Konfiture, auf fröhlichen, molligen Lagenlook! Ich bin froh, dass dieser Sommer sich dem Ende neigt; er hat mich sehr gefordert und mich an meine Grenzen gebracht. Aber ich gönnte ihn allen, die Hitze lieben, denn ich weiss ja: MEINE Jahreszeit dauert jetzt wieder 9 Monate! ;oD
    Geniess deine wunderbare Garten-Ausbeute und die Farbenpracht deiner Blumen, die Natur setzt an zu einem grandiosen Fortissimo, bevor sie sich mit leisen Tönen verabschiedet und die wohlverdiente Atempause einverlangt.
    Hab wohlige Tage, Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Es ist ja schon interessant, eigentlich sollte auch die Sommerzeit entschleunigen, denn was ist schöner, als träge vor sich im Schatten eines Baumes zu dösen. Eher ist es doch die Ruhelosigkeit der modernen Welt, in der die Qualität des Innehaltens verloren gegangen ist und der Sommer mit derselben Hektik und überlauter Feierei wie der Rest des Jahres durchlebt wird.
      Mich hat der Sommer auch gefordert, aber ich frage mich, ob er es auch getan hätte, wenn ich mich hätte zurückziehen können, um meinem Rhythmus zu folgen. Das nehme ich mir für den nächsten heißen Sommer auf alle Fälle vor und dann werde ich sehen, ob ich mich nicht doch noch mit den glühenden Sommertagen anfreunde. So ganz Feind sind wir uns mittlerweile schon nicht mehr.

      Und nun heißt es wieder, in eine neue Wandlungszeit zu gehen, das Licht wird schon anders und die Feuchte des Morgens und des Abends singt eindeutig ein Herbstlied.

      Ein frohes herbsteln im Hummelreich
      Herzensgrüße
      Veronika

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  3. Liebe Veronika,

    das sind mal wieder ganz fantastische Fotos und zeigen ganz und gar, wie der Sommer war: reich!
    Und so wird der Herbst doch wahrscheinlich auch: Jeder Zeitraum hat etwas eignes auf das frau sich freut …
    Liebe Grüße
    Petra

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    1. Liebe Petra,

      ja es war ein reicher Sommer und die Ernte ist es ebenso. Ein voller Zwetschkenbaum, Tomaten, Gurken, Paprika, Salat in einer Fülle, dass ich Marktfrau werden könnte und Äpfel, die ich gar nicht alle verwerten kann.

      Aber ich freue mich auch auf die Herbstzeit.

      Liebe Grüße
      Veronika

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  4. Liebe Veronika,oh ja das war ein Sommer.
    Ich bin ja gar kein Freud von so heißen Tagen und ich bin froh, dass nun die Hitze vorbei ist.
    Wunderschön sind deine Bilder.
    Ich hoffe es geht dir gut, ich habe dich schon vermisst.
    Liebe Grüße,Edith

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    1. Hach das ist ja lieb, dass Du mich vermisst hast. Es ist immer so mit meiner Bloggerei - Meerzeit, alles in Wellen, mal Flut, mal Ebbe.

      Ich hatte schon alle Phasen in meinem Leben und das immer abwechselnd, mal konnte ich mit Hitze, mal gar nicht. Mittlerweile geht es mir gut damit, auch wenn ich es auf Dauer anstrengend finde. Ich musste halt dann mir zugestehen, dass ich für alle Tätigkeiten doppelt so viel Zeit gebraucht habe, als sonst. Aber das darf ja auch sein.

      Ja, danke, es geht mir gut.

      Ganz liebe Grüße
      Veronika

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  5. Liebe Veronika, ja, DAS war Sommer, jawohl, so richtig... Und nun herbstelt es, und ich habe mir Strumpfhosen gekauft - ein wenig wehmütig bin ich schon, doch ich freue mich auch, so vieles ist liegen geblieben. Nun wird es Zeit, das Chaos zu ordnen.
    Das Loslösen war gut, so gut, doch das Einwurzeln ist eben auch wichtig.
    Deine Bilder und der Text trafen in Innigkeit auch meine Erlebnisse. Und nun entschleunigt sich so manches, mal sehen, ob wir den Herbst auch so herrlich auskosten können. Viel gutes Gelingen dabei, meine liebe Veronika, sei ganz lieb gedrückt, von Deiner Méa :))

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    1. Also meine langen Hosen warten noch im Schrank und die Kuschelpullis ebenso. Wir hatten die letzten Tage wieder fast dreißig Grad. Der Unterschied zum Hochsommer - es ist dann wenigstens am Abend und in der Nacht kühler.
      Das hilft mir im Moment nicht besonders, mich auf den Herbst zu freuen, noch nie konnte ich den Sommer so schlecht loslassen und verabschieden. Auch von der Tomatencremesuppe, die ich mindestens zwei Mal pro Woche mache, weil die Tomatenernte noch kein Ende hat, habe ich noch überhaupt nicht genug. Ich kenne mich fast nicht mehr. Auch ok, dann kann ich mich auch wieder neu finden, hihhihi.

      Doch, heute gab es Herbstgenüsse auf dem Teller, Kürbisgnocchi, obermegalecker. Ich glaub, ich lade doch mal den Herbst ein wenig ein.

      Dir auch feine Tage und gutes Entschleunigen.
      Herzensdrückerle Deine Veronika

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  6. Liebe Veronika,
    das war der längste, trockenste, und wärmste Sommer, an den ich mich erinnern kann. Ich bin noch nie so lange und so oft mit der Gießkanne durch den Garten gelaufen, auch nicht 2003. Sogar die Bäume in unserem Garten sind Welk geworden. Teilweise war es mir im Garten sogar zu warm und ich bin ins Haus geflüchtet. Der Garten hat insgesamt, trotz täglichem gießen, sehr gelitten. Ich finde, Nachts hätte es ruhig öfters und auch mehr regnen können.
    Deine Bilder, besonders die, die am See entstanden sind, beeindrucken mit ihrer schon magischen Stimmung.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,

      ja das war schon unglaublich heftig dieses Jahr, wobei ich mich an heiße Sommer in den neunziger Jahren auch erinnern kann. Ob sie genauso lang waren, weiß ich nicht mehr.

      Glücklicherweise erholt sich die Natur trotzdem immer wieder sehr schnell. Und dem Obst und Gemüse hat es offensichtlich gut getan. Wir sind überschwemmt von Äpfeln, Tomaten und co.

      Jetzt haben wir uns einen sanften Herbst verdient und eine warme Sonne, die nicht mehr vor Hitze brüllt.

      Es wird jetzt ganz bestimmt im Herbst wundervolle Stimmungen am See geben.

      Ganz liebe Grüße
      Veronika

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  7. Liebste Veronika, wie schön das du diesem fantastischen Sommer einen Post widmest. Wenn nicht er, wer bitteschön hat ihn denn sonst verdient?!
    Ich habe diese Monate auch bis in die kleineste Zelle genossen, bin vollgetankt bis zum Hals mit Vitamin D ... und doch will ich diese unbeschwerte Sommerzeit am liebsten gar nicht mehr gehen lassen.
    Fürchte allerdings, wir werden nich nach unserer Meinung gefragt, schluchz.
    Wunderschöne Bilder zeigst du, warum habe ich dich erst heute entdeckt?
    Herzlichst, hab es fein. Meisje

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    1. Liebste Meisje,

      wie schön, dass du mich entdeckt hast.
      Ja dieser Sommer, ist schon komisch, da würde man meinen, einmal ist genug, aber nein, ich kann mich auch nicht trennen von den lauen Winden und der stetigen Sonne.

      Dachte ich bis jetzt, doch seit ich in Nordjütland angekommen bin, hat es mich schlagartig in den Herbst katapultiert. Erster Herbststurm im Norden, ich liebe das so. Die Tage sind unendlich klar, die Luft so rein wie geschliffener Diamant und der Wind, huiiiii, bläst alles weg, was weg muss. Und plötzlich freue ich mich unglaublich auf den Herbst. Immer das Getue mit dem Festhalten, klappt nicht, und so lasse ich den großen Sommer ziehen und bewahre in ihm Herzen.

      Liebste Grüße aus dem hohen Norden
      Veronika

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  8. Durch Zufall kommt man manchmal auf Seiten und denkt, warum habe ich sie nicht eher entdeckt. Das macht wohl die Zeit, die man nicht immer zum Suchen hat.
    Fantastische Himmelsbilder, ein wunderbarer Sommer und nun blühen die Dahlien,alles was Du zeigst ist sehr schön!
    Herzliche Grüße zum Wochenende, Klärchen

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    1. Liebes Klärchen,

      irgendwann kommt immer, wenn es sein soll. Wie schön, dass Du mich gefunden hast.

      Und schon ist Herbst und der erste Sturm in Nordjütland bläst Herz und Seele und erst recht den Kopf frei. So kann ich den Sommer in Frieden ziehen lassen und mich auf wärmenden Tee, kuschelige Schals und lange Spaziergänge in den stillen Stunden freuen.

      Herzensgrüße
      Veronika

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