Dienstag, 31. Januar 2017






WAS BLEIBT WAS KOMMT

Ich danke Méa von measvintage.blogspot.co.at für ihre Inspiration. Immer wenn ich ihren Blog besuche und dann kommentiere, sprudeln die Worte wie ein Wasserfall aus mir heraus und ich bekomme Formulierungen zustande, die mich selbst zum Staunen bringen.

Danke Dir dafür liebe Méa.




Sie beschreibt die Qualitäten der einzelnen Monate so tiefgründig, weise und mit wundervollen Wortbildern, dass in mir auch der Wunsch entstanden ist, etwas einzutauchen in die energetische Welt der einzelnen Monate.

Bevor nun der Jänner seine Tore in wenigen Minuten schließt, bleibe ich noch etwas in Gedanken bei ihm.




Jänner 2017 hatte alles, was man sich von einem Jänner wünscht - ich zumindest.

Es war kalt, sehr kalt, es gab Raureif, es gab viel Schnee, es gab Sonnenglitzer und tiefer Nebel und es gab die Stille, die das Elementarste dieser Zeit ist, zumindest in der Natur. 




Viele Jahre hat mich der Jänner gestresst mit seinem Einheitsgrau, der Kälte, der Stagnation. An Neujahr war für mich Aufbruchstimmung, neue Ufer im Visier, Plan- und Zielformulierungen und Vorsätze, die schon über ihre eigenen Füsse gestolpert sind.

Bis ich dieses Jahr plötzlich entdeckt habe, dass wir permanent gegen die natürliche Rhythmik ankämpfen, nicht in Einklang gehen mit den Zyklen der Natur und der Einladung, sie in uns zu erkennen.




Ich habe im Frühling 2016 mich für SUNRIDER und die Kräuterformulaturen nach der traditionellen chinesischen Medizin entschieden, sowohl für mich, als auch für die Menschen, die sich darin ebenso finden.

Seit dieser Zeit sind sie fixer Bestandteil meiner täglichen Ernährung und mache nun die Erfahrung, dass sie mir nicht nur gute Gesundheit und eine Energie und Stärke bescheren, die ich von meinen jungen Jahren kennen, sondern ein tiefes Verständnis für die Elemente und für die energetischen Zusammenhänge.




Winter ist die Zeit des Wasserelementes und entspricht Niere/Blase. 
Es ist die Zeit der absoluten Stille, in der sich das Wasser bis in die absolute Tiefe zurückzieht und das Leben zur Ruhe kommt, die höchste Yin-Zeit

Es ist die Zeit, die Essenz zu bewahren, Kräfte zu sammeln und zu reifen.




So ist es nun in dieser Zeit völlig unsinnig, sich Zielen und Plänen zu widmen, loszurennen und die Kräfte zu vergeuden, bevor der Frühling kommt.

Von unseren natürlichen Wurzeln abgetrennt verlieren wir uns in den Welten des Verstandes und der Gier nach mehr und größer und schneller und weiter.




Wohin wir auch in dieser Zeit rennen, die Früchte werden nicht reifen können, weil der Same nicht bewahrt wurde.

An der Schwelle zum Februar halten wir Ausschau auf eine neue Qualität. Februar kommt aus dem Lateinischen und heißt: reinigen.

Schön langsam dürfen sich die tiefsten Tiefen regen, sich ein wenig strecken und gähnen und sich von dem trennen, was nicht mehr dient.

Der alte deutsche Name ist Hornung, weil der reife Rothirsch in dieser Zeit sein altes Geweih abwirft und beginnt ein neues zu schieben.




Und erst jetzt ist auch für uns die Zeit gekommen, Altes zurückzulassen um Neuem Platz zu machen.


Maria Lichtmess am 2.2. hat die Wurzeln im Keltischen, in dem die Göttin Brigid verehrt wurde, die in dieser Zeit die Obstbäume wachrüttelt




Nun sage ich ein Danke an den Jänner 2017, er mir tiefe Erkenntnisse geschenkt hat und fotografische Momente, in denen ich eingetaucht bin in eine zauberhafte Welt









An der Schwelle zum Februar tauchen behutsam wieder zarte Farben auf, die sich zwischen winterlichem Weiß und den bunten Masken des Faschings einfinden dürfen.




Seid liebevoll zu Euch und Eurer inneren Natur, lasst Euch führen und hört ihr zu.





Kommentare:

  1. Veronika, nun hast Du mich vollends umgehauen. Erst einmal, vielen Dank von Herzen, dass Du mir so was Liebes geschrieben hast, war noch nicht so gaaanz wach, sehe, ui, die Veronika hat geschrieben, freudig mache ich auf und ...BOMM, da steht ja was über die Méa??? Na, da hab ich vielleicht geguckt - und meine Tochter hat sich über mein blödes Gesicht amüsiert.
    Und dann, der Knaller: Deine Worte, genau das habe ich gemeint, doch Du triffst es viel besser!!! Das mit dem lieb zu sich sein und eben trotz all der gefassten Pläne, die sich glatt schon über die Füße stolpern, eben NOCH NICHT losrennen.
    Und überhaupt, WAS für eine Zusammenfassung. Noch viel deutlicher das Bild, oh, ich fühle mich SO bereichert - so verbunden.
    Spurenfinderin, ja, stimmt, bist Du - und wie! Ich muss jetzt aber noch mal nach oben, da ich vor lauter Lesen und innerem "Ja, endlich sagt´s mal eine" doch glatt Deine schönen Fotos überscrollt habe. Sonst mache ich das meist andersrum, hihi
    Und so sehe ich mir nun Deine Meisterwerke an, bin schon jetzt so bewegt über DEINEN Januar und drucke mir Deinen Text aus. Denn den muss ich glatt noch ein paarmal "futtern", hach... Na, bin ich vielleicht froh, dass es Deinen Blog gibt!
    Es gibt so wenige, die sich solche Arbeit machen. Diiiicken Dankesdrücker, Deine beglückte Méa!

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    1. hihihiahahahahahhiiuuuiuii - Du bist so süß und schreibst so ulkig. Und weißt Du, was total witzig ist: jedesmal, wenn ich einen Post von Dir lese, denke ich mir, die Méa kann so viel besser schreiben, Bilder erzeugen, tiefgründig graben und......als ich. Tja und dann schreibst Du mir genau das Gegenteil. Wie zwei Schulmädchen, die kichern und sagen: Du kannst das besser, nein Du, nein Du, nein Du - und sich dann im Gras kugeln.

      Und danke für Deine riesen Komplimente - das ist ja schlußendlich auch die Würze beim Bloggen. Ich freue mich einfach.

      Jetzt bin ich beglückt und schicke Dir eine dicke Herzumarmung
      Veronika

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  2. Oi, nochmal ich - wie genial ist denn überhaupt die Überschrift!!!??? Was bleibt, was kommt - GENAU das trifft es doch. Ich bin schon wieder ganz hin und futsch... Du meine Güte :))))

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    1. hahahhaihihiihohouhiiuii - ich auch, ich mein hin und futsch.

      Liebste Grüße
      Veronika

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  3. Herrlich, liebe Veronika, du wächst über dich selbst hinaus. Deine Bilder und Worte!!!
    Liebsten Dank,
    Angelika
    Auch ich liebe Méas Welt.

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    1. Ohhh wow, liebe Angelika, das ist wohl ein riesen Kompliment.
      Ich werde gerade überhäuft mit so schönen Kommentaren, dass ich richtig gerührt bin.

      Danke Dir sehr
      Liebe Grüße
      Veronika

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  4. Liebe Veronika,
    das sind zauberhafte Bilder und ein sehr interessanter Text, den ich gerne gelesen habe. Für mich war dieser Januar auch seit langem, mal wieder ein Januar so wie ich ihn mag, mit all dem, was Du oben geschrieben hast.
    Leider sind wir mittlerweile wieder in der Matschperiode angekommen, die ich so gar nicht mag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,

      ich hab mir sehr über Deinen Besuch und Deinen lieben Kommentar bei mir gefreut. Schön war der Jänner, gell. Ja, wir haben jetzt auch Tauwetter, aber es soll schon wieder schneien kommen. Hoffe ich doch sehr, meine Seifenblasenwelt möchte ich noch nicht verlassen.

      Ganz liebe Grüße
      Veronika

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  5. Liebe Veronika, deine Worte und Fotos berühren mich sehr. Es ist immer wieder gut, daran erinnert zu werden, was eigentlich "zeitgemäß leben" heißen könnte.
    Liebe Grüße Petra
    PS: Deine Einsichten auf Silkes Blog House No. 37/1 teile ich!

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    1. Liebe Petra,

      wie schön, dass Du bei mir auf Besuch warst. Ich freue mich sehr, wenn Dir meine Texte und Fotos gefallen.

      Liebe Grüße
      Veronika

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  6. Liebe Veronika,
    was für ein toller Text. Nun musste ich mich doch schnell nochmal einloggen, um dir zu schreiben. Als ich eben las, wurde mir klar, was die letzten Wochen falsch war. Sonst habe ich den Januar wirklich immer zum ausruhen genutzt und das tat so gut. Dieses Jahr, durch die neue Umgebung, das neue Haus... war ich schon die ganze Zeit auf der Suche nach was, das ich letztendlich doch nicht gefunden habe. Ein komischer und langer Januar war das für mich. Das Ausruhen oder in sich Ruhen hat einfach gefehlt....
    Schnee und Frost allerdings auch :-)
    Herzliche Grüße
    Birthe

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    1. Liebe Birthe,

      ich freue mich sehr, dass Du auf Besuch bei mir warst. Ich kenne das, was Du beschreibst so gut. Umso mehr bin ich glücklich, dass es mir gelungen ist, diesen Jänner ganz anders wahrzunehmen als sonst.

      Aber ich gestehe auch ehrlicherweise, dass es mit dem frostigen Wetter und den tollen Stimmungen ja schon etwas besonderes war und leichter, sich so in die Ruhe einstimmen zu können.

      Herzliche Grüße
      Veronika

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