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Sonntag, 8. Juli 2018




NEULAND
NEUFUNDLAND

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Powerscourt Irland


Also eines vorweg: ich bemühe mich, dass der Post nicht so lange wird, wie ich weg war. Aber garantieren kann ich es nicht.



Bregenz Bodensee

Ich spare mir jetzt die ganze Thematik um DSV..... und Werbemarkierung auf Insta und co. 
Ich habe mich damit beschäftigt, aber nicht so intensiv, dass es mir den Schlaf geraubt hätte.

Ich bin nicht kommerziell unterwegs - noch nicht - weder hier noch auf Insta und dazu noch in Österreich zu Hause. 
Vertrauensvoll, aber nicht leichtsinnig, haben wir in der Praxis Anpassungen vorgenommen und auf meinem Blog habe ich einen kurzen Hinweis (danke Grazyna fürs Erinnern - falls Du hier liest) platziert.

Sollte ich irgendwann mal gewerblich werden, muss ich ohnehin andere Texte einfügen.




Vorarlberg


In den letzten Wochen war ich so mittendrin im Leben, mit vielfältigen Projekten befasst, Prüfungssituation bei der jüngsten Tochter, Pläne geschmiedet und wieder verworfen,
stelle Ernährungsweichen wieder einmal neu.

Neu sind auch meine Besuche im Fitnesstudio - ich will es  mit Ende 50 nochmal wissen - und mittlerweile denke ich sogar an, Ballett für ältere Semester zu belegen.
Und wenn ich das nicht finde, dann zumindest Tanztraining. 
Mal sehen, was mir über den Weg läuft.





St. Stephen`s Green Dublin

Als ich Anfang Jänner mein Wort des Jahres entdeckt habe - Neufundland - habe ich mir nicht im Ansatz vorgestellt, wie mich das Leben in Neues treibt.



    
Zwischen den Ländern


Und so kam es, dass ich Ende Juni nach Dublin geflogen bin, quasi als Lückenfüllerin für eine Freundin meiner Tochter, die dann nicht mit konnte.

So gab es nicht nur einen Mutter-Tochter-Trip, sondern auch ein neues Land für mich, das erste Mal Flugerlebnis nach fast dreißig Jahren, eine gänzlich fremde Stadt und ein Lebensgefühl, das mir durch seine Intensität mir immer noch aus allen Poren quillt.






Dublin

Abgesehen davon, dass Irland schon eine gefühlte Ewigkeit auf meiner Reisewunschliste steht, dass Dublin eine wundervoll bunte, quirlige, Guiness-getränkte und Pub-selige Stadt ist, die Menschen unglaublich freundlich sind, die Atmosphäre herrlich entspannt und das Land voller magischer Orte ist, war es eine lebensverändernde Erfahrung für mich.





Dublin


Ich habe mich so unbeschreiblich lebendig gefühlt, die Live-Musik in den Pubs war wie Adrenalin für mich, es gab so viele Momente jenseits meiner Komfortzone. Unsicherheiten, subtile Ängste, alles war weggeblasen im Wind der neuen Erfahrung. 
Die Reise hat mich gelehrt, dass der Alltag mich lähmt, (also nicht, dass ich das vor Irland nicht gewusst hätte, aber so deutlich war es noch nie), dass es essentiell wichtig ist, neugierig, lebendig, offen zu bleiben, um sich Jugend zu bewahren. Immer wieder, am besten jeden Tag, mal über den Tellerrand zu sehen und sich Dinge zutrauen, die im Kopf nicht machbar scheinen.




Powerscourt

Meine Seele, mein Geist, mein Körper - alle brauchen das Futter des Neuen - um langfristig lebendig und jung zu bleiben.

So bin ich dankbar für Neufundland und weiß, dass es nicht nur ein Jahresthema bleibt, sondern mich in die Zukunft begleiten wird.




Glendalough


Ich werde mir das Fliegen wieder erlauben und Stück für Stück das Leben jenseits der eingefahrenen Alltagsmuster zurückerobern. 

Das ist ein Versprechen an mich und Dublin hat es mir bewusst gemacht.





Dublin City


Eine Fototour durch Dublin gibt es dann in einem extra Post, denn es gibt viel zu sehen und viel zu erzählen.

Bis dann und erlaubt Euch auch das Fliegen, jeden Tag ein wenig mehr.










Mittwoch, 2. Mai 2018





IMMER WIEDER NEU


Die Überschrift bezieht sich auf so vieles gerade in meinem Leben, passt aber ebenso wunderbar zu den unfassbar schönen Stimmungen am See, die auch jeden Tag anders sind.





Diese Stimmung habe ich vor ca. zwei Wochen eingefangen und ja, ich mag sie konservieren, so schön war sie.

Im Moment fotografiere ich hauptsächlich mit meinem Handy, weil ich keine Zeit für Fotobearbeitung habe und ich eigentlich das spontane Fotografieren sehr gerne mag.

So sind die Farben auch "echt", also nix nachbearbeitet und so. Halt so echt, wie sie das Handy "sieht". Aber ehrlich, es war auch so, ich finde das blau so unbeschreiblich intensiv.






Ebenso intensiv war die Blüte eines Birnbaumes auf unserer Wiese. Im Frühling reicht es, blau, grün und weiß zu sein für ein wahres Frühlingsfest.

Glücklicherweise war die Blüte dieses Jahr nicht durch Wintereinbruch und Frost bedroht so wie letztes Jahr, alles konnte sich in voller Pracht entfalten. 

Es wird ein gutes Jahr, dieses Jahr, es fühlt sich so an für mich.





Auch der Wald hat jetzt geblüht, anscheinend alle vier Jahre kommt das vor. 
Als ich vor vielen Jahren das erste Mal die Waldblüte bewußt erlebt habe, hatte ich das Gefühl, dass das ganze Jahr irgendwie gesegnet war. Und so ist es auch immer noch. 

Es gibt so viele, die dauernd meckern, dass alles voller Blütenstaub ist, kaum ist die Terrasse gekehrt und die Tische und Stühle geputzt (vom Auto rede ich gleich gar nicht), ist alles wieder gelb.

Also ich liebe es, ich meine nicht das putzen, sondern das Wissen, dass die Natur sich in einer Üppigkeit verschenkt, von der wir nur träumen können. Und ich weiß, dass die ganzen Pollen wunderbarer Dünger sind für die Wiesen. 

Alles ist geregelt, alles hat seine Zeit und seinen Lauf,  nur der Mensch glaubt, immer klüger und besser zu sein.





Und so sah es aus, nicht Saharasand sondern Blütenstaub, der wie Wolken durch die Luft zog. Also ich fand dieses Schauspiel grandios.





Wir haben nur wenig "geregelten" Garten, vieles mag ich wild und durcheinander. Selbst der Rasen wird im Frühling nicht gemäht, um die ganzen Blumen wachsen zu lassen für das Bienenfutter.

Ab und zu sieht es wie auf einem Urwaldacker aus, aber das ist völlig in Ordnung so für uns.




Da kommen dann auch hin und wieder Blumen zum Vorschein, die letztes Jahr noch nicht da waren. Schön zu beobachten, wie sich vieles von alleine regelt.




Frühling ist nicht die Zeit für tiefsinnige Gedanken - jedenfalls für mich nicht - alles ist luftig leicht, grün und bunt und alles ist an der Oberfläche sichtbar.





Draußen sein und das Spiel der sanften Winde genießen
und die Fülle der Blüte, die dieses Jahr eine gute Ernte verspricht.




Nichts Schweres mehr hat Platz im Kopf, selbst wenn Pläne nicht so funktionieren wie gedacht, und alles wieder ändern, wenn scheinbare Hürden sich als Segen erweisen.

So ist das Spiel des Lebens, die Würfel fallen immer wieder neu und die Steine verschieben sich auf dem Spielbrett.





Der Frühling hat den beschwingten Takt und ein bisschen Höhenflug im Gepäck. 

Da bin ich gerne mit dabei.






Mittwoch, 18. April 2018





KROKUSBLÜTE IN HUSUM




Für alle, die sich vielleicht schon gefragt haben,
wie denn die Krokusblütenpracht in den Schlosspark von Husum gelangt,




gibt es hier die Erklärung von Husum Tourismus:

Waren es die Mönche?

Im 15. Jahrhundert lebten in Husum die sogenannten "Grauen Mönche". Ihr Kloster befand sich an der gleichen Stelle, an der heute das Schloss vor Husum steht. Es ist durchaus realistisch anzunehmen, dass diese Mönche in Husum den Versuch unternommen haben, Krokusse anzupflanzen, um aus ihren getrockneten Narben Safran zu gewinnen. Safran wurde zum Färben der liturgischen Gewänder benötigt. Der Klostergarten befand sich nachweislich an der Stelle, an der sich heute ein großer Teil des Schlossgartens befindet. 

Oder die Zuckerbäckerin?

Von 1655 bis 1684 residierte im Schloss vor Husum die Herzogin Marie Elisabeth, die als Kapazität auf dem Gebiet der Zuckerbäckerei bekannt war. Auch sie könnte im Schlossgarten die Krokusse angesiedelt haben, um ebenfalls den für sie wertvollen Safran zu gewinnen. Sie benötigte davon große Mengen für ihr süßes Gebäck.

Was hat es mit dem Safran auf sich?

Wer auch immer die ersten Experimente vorgenommen hat, um Safran zu erhalten - und nur das kann der tiefere Sinn der Anpflanzung sein -, verschwindet im Nebel der Geschichte... Sicher ist, dass die Anpflanzer sehr überrascht gewesen sein müssen, als sie versuchten, Safran aus den Narben des "Crocus neapolitanus“ zu gewinnen - es gelang nicht. Safran erhält man nur aus dem "Crocus sativus".
Das Blütenwunder in Husum ist nicht so sehr darin zu sehen, dass es gelungen ist, den Krokus hier anzupflanzen, sondern eher darin, dass es ein solch riesiges lila Blütenmeer wild wachsender Krokusse in Nordeuropa nur noch in Husum gibt.




Schlussendlich ist es auch einerlei, wie die lila Pracht in den Norden kam, sie erfreut jetzt Herz und Seele und das ist das Wichtigste.



Dienstag, 17. April 2018




FRÜHLING und die
SUCHE nach der SPUR



Irgendwie war es dieses Jahr nicht leicht,
bis hierher zu kommen.

Ich meine in den Frühling. Es war der März ein schwieriger Monat, im dauernden Kampf zwischen den Kräften des Winters und den leichten Sphären des Frühlings.

Es war auch nicht leicht, dem Neuen den Raum zu geben, den es braucht, dass auch Neues entstehen kann.
Zu sicher ist noch der alte Rahmen, die Gewohnheit von gestern und die unausgesprochenen Wünsche, dass alles so bleiben möge wie es ist.




Nicht dass ich mir das wünschen würde, aber der März hatte diese Qualität im Gepäck, es war so spürbar für mich im Außen und die Natur hat es ebenso gezeigt. So hat es auch lange gedauert, bis sich die laue Luft durchgesetzt hat und bis sich nun die Blüten an die Sonne trauen.




Doch es war auch gut so, die Blüte ist später als letztes Jahr, hat die letzten Fröste nicht getroffen, das verspricht auch eine gute Ernte dieses Jahr.





Ganz kurzfristig haben wir ein paar Tage im Norden verbracht und sind punktgenau zur Krokusblüte im Schlosspark von Husum da gewesen. 

Das letzte Mal habe ich es vor acht Jahren geschafft, danach war ich immer entweder zu früh oder zu spät dran.




Es würde sich allein schon wegen dieses einzigartigen Blütentraumes lohnen, dem Norden einen Besuch abzustatten.

Die Kombination mit den alten Bäumen, die noch kahl und abwartend dastehen und den zarten Krokussen, die sich in unbeschreiblicher Fülle in das Leben hinein gießen, ist eine Symbiose von unterschiedlichen Welten.





Und ein Hauch von Ahnung wird spürbar, dass auch wir beschützt sind, wenn wir uns zum blühen bringen, dass wir es riskieren dürfen, uns den elementaren Kräften hinzugeben, dass das Zarte und das Starke sich in Harmonie begegnen.





Vor kurzem habe ich einen Bericht einer Psychotherapeutin gehört, dass immer mehr Menschen zu ihr kommen, weil sie durch ihren eigenen Perfektionsanspruch völlig überfordert sind.

Das hat mich ziemlich fassungslos gemacht. 
Ich weiß, wie es sich anfühlt, perfekt sein zu wollen, danach zu streben, anerkannt zu werden durch die Leistungen, die ich permanent erbringe und ich weiß auch um den Segen, dass ich das hinter mir lassen konnte.

 Dass es aber schon so weit gekommen ist, dass daraus ein Krankheitsbild geworden ist, das therapeutischer Hilfe bedarf, ist eigentlich mehr als bezeichnend für das Stadium, das der Mensch erreicht hat.





Es ist höchste Zeit, die Spur zurück wieder aufzunehmen, nicht im Sinne von Rückschritt, sondern die eigene Größe und die eigenen Grenzen ins rechte Licht zu rücken. 

Das, was wirklich zählt, wieder wahrzunehmen, den Wahn im Außen hinter sich zu lassen, im eigenen Rhythmus zu gehen
und in Verbindung zu treten mit der eigenen Schönheit und den Schönheiten rundherum.





Der Frühling hat lange auf sich warten lassen, aber jetzt ist er da mit überschäumender Energie und der Botschaft, dass er immer seiner Spur folgt und dann kommt, wenn es genau richtig ist.


Habt es fein und frühlingshaft leicht.