Samstag, 31. Januar 2015








DER SONNTAGSKUCHEN, DEN ES SCHON AM SAMSTAG GAB









Damit die Geschichte nicht den Charakter von "und ewig grüßt das Murmeltier" bekommt, war heute schon Backen angesagt, aber fast schon "fastfood", denn es gab Blätterteig und Nutella satt!!






Macht aber nix, das darf auch mal sein. Sieht doch hübsch aus.






Die Anleitung gibt es auf:  https://www.youtube.com/watch?v=Nf-RymXsHpg
Um das handwerklich zu optimieren, kann es auch ein Hefeteig sein und für die Füllungen gibt es tausendundeine Idee









Da es doch etwas üppig war, tut frische Luft gut.

Das dachte sich offenbar auch diese kleine Biene, die einen Ausflug im Schnee gemacht hat






Ich habe sie dann kurzerhand in ihr Zuhause zurückgebracht, wo sie auf den Frühling warten darf, so wie das alle anderen artig auch tun.






Es ist heute irgendwie ein Zwischentag,  wohl Winter und weiß, aber doch nicht so kalt,
es riecht eine Spur nach Frühling, aber doch nicht so intensiv.






Es taut so viel, dass die schönen Schneehauben auf allen Zäunen und Sträuchern weg sind, aber die Eiszapfen schmelzen noch nicht.






Und genau so fühlt es sich an, noch nicht ganz Aufbruchstimmung, aber auch nicht totale Ruhe,
nochmal zurück vor den warmen Ofen oder hinaus ins Abenteuer.

Schon die nächsten Schritte wagen, oder doch noch ein bisschen im Alten verharren. Irgendwie ist es immer spannend, dass sich Alles im Außen zeigt.





Sonntag, 25. Januar 2015




STIMMUNGSBILDER VOM BODENSEE



Da ich diese Woche eine kleine Auseinandersetzung mit einem Magen-Darm-Virus hatte, war die Zeit am See eher begrenzt. So schicke ich Euch einige Fotos, die ich seit letzten Herbst aufgenommen habe.









Da ich meine Fotos nicht bearbeite - ich finde das Original einfach immer schön - sind die Farben und die Eindrücke so wie die Kamera es übersetzt.

Die Aufnahmen sind kurz vor Weihnachten entstanden. Es ist das Licht so klar und messerscharf, als ob wir weit im Norden wären........




29, September 2014


Diese Stimmung hat nicht nur mich gefangen genommen,  auf der Brücke zur Insel Lindau. Da standen wir nun in einer Reihe, mindestens ein Dutzend mit ihren Kameras, von Handys über Pockets über große Kameras und Stativ.









Es war mystisch, geheimnisvoll, so langsam kam die Sonne durch........






........bis dann der Blick auf das Casino nebelfrei war



So habe ich in meiner Datei unzählige Stimmungen, die ich jede Woche nun Euch vorstellen werde.
Vielleicht entsteht mein Projekt "same time same spot" schneller als gedacht.












WER KENNT TOMTE?










Heute hat es über Nacht wieder etwas geschneit, so wie es sich für einen Wintermonat gehört.
Es liegt dann plötzlich über allem ein Zauber, der sonst nicht so wahrnehmbar ist und es öffnet sich eine kleine schmale Tür in eine andere Welt.........






Es ist ganz leicht, still zu halten, sich in die Ruhe hinein zu entspannen und vielleicht ein klein wenig den Blick zu öffnen für das, was sonst nicht sichtbar ist.







Selbst im Bienenstock ist kein Laut zu hören. Sie wissen, wann Zeit für Arbeit und wann Zeit für Ruhe ist. Ja, sie wissen es einfach!!!







Da macht sich Tomte auf  den Weg, er hat schließlich eine wichtige Aufgabe.........
und er ist ein bisschen in Eile,  er will nicht gesehen werden






Er weiß, es gibt hier einen Hühnerstall und er wacht in der Nacht über die Hühner.......er kennt ja auch den Fuchs im Wald......






Er kommt als Beschützer für Haus und Hof, er erzählt den Menschen und den Tieren heimlich des Nachts vom kommenden Frühling mit seinen Farben und Blüten und Düften und spricht ihnen Mut zu, dass auf jede dunkle Zeit das Licht kommt


Es ist gut, einen Tomte bei sich zu wissen........






WAS WÄRE EIN SONNTAG OHNE SONNTAGSKUCHEN








Vor kurzem fragte mich meine große Tochter für ein Schulprojekt, mit welchen Traditionen sie denn aufgewachsen ist und welche sie in ihr weiteres Leben übernehmen will.

Es fiel mir ziemlich schwer, ihr das zu beantworten, weil  der Begriff Tradition für mich etwas zwiespältig ist und wir eine Familie sind, die stark im Moment verankert ist und Veränderungen liebt.






Als ich nun am Backen war, wusste ich ganz genau, welche Tradition wir pflegen:
DEN SONNTAGSKUCHEN







Wenn ich auch während der Woche immer wieder mal backe, so ist der Kuchen/die Torte am Sonntag etwas Besonderes und ich beschäftige mich schon davor mit neuen Rezepten.

Und weil unser Walnussbaum uns das letzte Jahr mit einer reichen Ernte beschenkte, ist dieser Kuchen ein Danke sagen an das, was uns umgibt und nährt.



Nusskuchen mit Krokantkruste

Teig:
150 g weiche Butter
1 Prise Salz
175 g Zucker
Vanillezucker
2 - 3 El Nusslikör
6 Eier
375 g Mehl
1 P. Backpulver
225 g Sauerrahm

bei 180 Grad 20 min. backen,

danach die Fülle darauf verteilen

Fülle:
175 g Butter
200 g Zucker
100 g Sahne
200 g Mandelblättchen/gehackte Walnüsse

alle Zutaten kurz aufkochen und noch weitere 10 min. fertig backen



Kalorien zählen ist bei diesen Zutaten völlig überflüssig, aber es ist ja auch nichts Alltägliches



VIEL SPASS












Montag, 19. Januar 2015





JEDEN MORGEN EIN ZAUBERGESCHENK


Mein täglicher Weg führt mich am Morgen am Bodensee entlang nach Lindau. Es ist eigentlich der Schulweg meiner jüngsten Tochter (sie könnte locker mit der Bahn fahren), aber ich erkläre mich mehr als nur gerne bereit, sie zu fahren. Denn am Rückweg mache ich Halt am Wasser und staune jeden Tag über die unterschiedlichsten Stimmungsbilder.







Es ist alles da, die verschneiten Berge im Hintergrund, die zarten Farben, die der Himmel aus seinem Farbtopf holt, die grenzenlose Gelassenheit, die der See in solchen Momenten ausstrahlt.






Es ist ein kurzes Innehalten, bevor der Tag seinen Weg geht. Ein kurzes Danken für das Da sein Dürfen, für das Wahrnehmen können, für das Eintauchen in diese Ruhe......






Ich glaube, ich werde mal einen Jahreszyklus fotografieren, jeden Tag "same time - same spot"






Und mich dann überraschen lassen, welche Vielfalt in der Natur möglich ist.

Und vielleicht auch daran ein kleines Beispiel nehmen, dass ich jeden Tag die Chance bekomme, ein Stück weit anders zu sein als am Tag zuvor.



Sonntag, 18. Januar 2015






EIN STÜCK SONNTAGSGENUSS




Nach einer Woche Smoothies zum Frühstück, viel Gemüse und Obst, hochwertiges Eiweiß und null Zucker gibt es nun eine fruchtige Zimtsahnetorte






Und eine wundervolle Erfahrung gibt es gratis mit dazu: der Verzicht auf das, was emotional vielleicht etwas sättigt (Zucker, Kohlenhydrate) befreit den Körper und setzt ungeahnte Energien frei, so viel, wie in diese Woche habe ich schon lange nicht mehr gepackt. Alles hat Spaß gemacht und war ganz leicht.

So sehe ich die leckere Zimtsahnetorte nicht als Belohnung, sondern als etwas Besonderes, das ich mir nicht jeden Tag zu jeder Zeit verfügbar machen will.
Die Wertschätzung dafür wird ungemein größer und der Genuss intensiver.

Alltägliches zu etwas Besonderem zu machen....... das wäre vielleicht auch eine Idee für die vielen guten Gaben, die täglich in unser Leben kommen und so selbstverständlich geworden sind.








FRUCHTIGE ZIMTSAHNETORTE


Teig:

250 g Zucker
5 Eier
Vanillezucker
Prise Salz
250 g Mehl
50 g gemahlene Nüsse
30 g geriebene Bitterschokolade
125 ml Öl
125 ml Wasser

Füllung:

Preiselbeermarmelade
Apfelmus

Topping:

800 ml Sahne
Sahnesteif
viel Zimt



SUPER LECKER!!!!!!!












EINE GROSSE LEBENSLIEBE  -  AMRUM


In meinem Profil habe ich schon meine/unsere große Nordseeliebe angesprochen. Wir haben viele wunderbare schöne Orte an der Nordsee entdeckt, auch die Ostsee hat ihren besonderen Reiz. Ein Gefühl der Heimat, des Vertrauten, des Dahingehörens  hat kein anderer Platz so in uns auslösen können wie diese kleine Insel mitten im Meer.







Am Fähranleger ist das Festland ganz weit weg, das, was vielleicht ein wenig drückt und belastet, ist dort geblieben. Der gute alte Leuchtturm ist Beständigkeit und Ruhe und Gleichmut und rät uns mit seinem immer wiederkehrenden Licht ein wenig augenzwinkernd, nicht Alles allzu ernst zu nehmen.







Das Meer formt das Land- es formt auch uns, wenn wir es zulassen, dass seine Größe und seine Tiefgründigkeit bis ins Innerste unserer Zellen dringen darf, dass sein Wasser uns flutet mit seiner ganzen Energie und Kraft.








Gefühlte 1000 Sonnenuntergänge habe ich bereits fotografiert. Wenn es besonders spektakulär wird, stehen unzählige Menschen mit ihren Kameras in den Dünen, um das Schauspiel staunend zu betrachten und es für ihre persönliche Ewigkeit festzuhalten. Und mit einer inneren Zufriedenheit und einem seelischen Sattsein für diese wenigen Augenblicke wieder in ihr Leben zurückkehren. Nie sonst spüre ich diese Einheit von uns allen - selbst wenn der Fotograf neben mir ein Fremder zu sein scheint -  so sehr, wie in solchen Momenten. Und das lässt ahnen, dass noch viel mehr hinter unserem Menschsein verborgen ist, als wir zu sehen vermögen.











Einmal Amrum immer Amrum heißt ein Leitspruch, und es scheint, dass die Bank in den Dünen einlädt zu bleiben, zu bleiben in dieser grenzenlosen Unendlichkeit mit ihren unendlichen Stimmungen und unendlichen Eindrücken. Und zu bleiben, um uns als einen winzigen Punkt zu begreifen und doch gleichzeitig unserer Größe Raum geben zu können.

 Eine Insel mit ihrem inneren Licht, das sie so sehr in ihrem Außen zeigen kann.





Amrum Ende Oktober 2014



Vielleicht ist es gut, eine Sehnsucht in sich zu tragen. Sie mag hin und wieder zu bohrend, zu fordernd sein, wenn 1000 Kilometer Fahrt und unzählige Kilometer Alltag dazwischen liegen. Aber sie  hält wach, lebendig, einfallsreich....... und nichts ist so schön, als irgendwann wieder am Fähranleger zu stehen und heimzukommen.