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Donnerstag, 6. Dezember 2018




IMMER NOCH WAS NEUES




Ein wenig Veränderung mag ich für die restlichen Tage des Jahres 2018 noch zelebrieren.

Seit Herbst geht unsere Jüngste nun nicht mehr in Lindau zur Schule, so fallen meine morgendlichen Fahrten am See entlang weg.

Aber ich fahre sie um 7.00 Uhr zum Zug. Als vor kurzem Bodennebel herrschte, bin ich auf den Berg gefahren, quasi an unserm Zuhause vorbei, noch drei vier Minuten hoch und schon war ich über der Nebelgrenze.






Also es ist mir ja nicht fremd, diese Aussicht zu haben, doch früh morgens stand ich da in den letzten Jahren eigentlich nie.

Und seit ich das für mich entdeckt habe, fahre ich nun jeden Morgen, sofern es nicht gerade regnet und alles grau in grau ist, einfach den Berg hoch für ein paar Minuten.




Ich bin so was von fasziniert und begeistert und stehe da und kann mich gar nicht satt sehen, die zarten Farben, die filigranen Äste, die Lichter weit weg, die Berge greifbar und glitzernd in der frühen Sonne.






Hach, hach, ist das nicht zauberhaft, ein kleines Dorf mit dieser grandiosen Aussicht.






Es ist ein im wahrsten Sinn erhabenes Gefühl, da oben zu stehen, während das Land erwacht und sich seiner umtriebigen Geschäftigkeit hingibt.

Für diese paar Momente bin ich froh, nicht mitmachen zu müssen und kann es dankbar als Geschenk sehen, eine freie Zeit zu haben.






Ein wenig fühle ich mich, aus der Zeit zu fallen.

Ich war als Kind oft hier, es ist eine Wallfahrtskirche, wir wohnen direkt am Pilgerweg, da war es als katholische Familie selbstverständlich, regelmäßig in diese Kirche zu gehen.




Damals war es oft beklemmend für mich, ich habe nur die Enge der Kirche erlebt und nicht die grandiose Aussicht.

Stillsitzen, Gebete sprechen, für die ich keine Erklärung fand, die Nöte der Menschen zu spüren und ihren Glauben an Maria, zu der sie Zuflucht nahmen, war seltsam und fremd.

So kann sich vieles wandeln, neue Gefühle können sich entwickeln und ein neues Bewusstsein schafft die Distanz zu den dunkleren Zeiten des Lebens.





Ich empfinde mein Leben jetzt um so vieles heller, leichter, befreiter als damals, obwohl es auch schwierige Phasen gibt.
Aber es scheint mir auch Stück für Stück transparenter zu werden.




Die Bilder sind alle innerhalb von ein paar Tagen entstanden.

Ich kann mich erinnern, dass es um diese Zeit oft tage- ja sogar wochenlang düster, grau und dunkel war.

So unendlich vielfältig wie dieses Jahr habe ich die Stimmungen ganz selten erlebt.





Mittlerweile ist aus dem kleinen Bergdorf ein kleines Weihnachtsdorf geworden.

Ganz bestimmt nehme ich Euch die nächsten Tage wieder mit, es wird zauberhaft werden.





Habt schöne befreite und beschauliche Advent-Tage

Veronika














Kommentare:

  1. Liebe Veronika,
    ja, transparenter wird es... Wie immer hast Du zu Deinen wundervollen Bildern machtvolle Worte gefunden. Nebel vorher, dann aus dem Nebel aufsteigen und immer deutlicher sehen. Bewusst werden und sich befreien für das Richtige. Das SELBST gefundene, um sein Selbst zu finden und zu retten, bevor es ganz verbogen und unkenntlich ist.
    Hab es zauberhaft, diese Tage halten so viel für uns bereit, nicht? Deine Méa

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    1. Transparent - ich glaube, ich habe das in einem Anflug von Höhenkoller von mir gegeben, denn es steht mir schon noch sehr oft ein großes Fragezeichen im Gesicht, wenn ich wieder staunend von den Wiederholungen im Leben stehe, die ich gerne ins ewige Nirwana befördert hätte. Hat niemand denn die Spielanleitung für hier irgendwo aufgeschrieben?

      Ja das selbst gefundene, nur das hat den wahren Wert für uns, so schön hast Du das geschrieben. Und so suche ich in den nebulösen Zeiten meines, damit es wieder transparenter wird. Und das tut es auch, gerade in den Tagen, die uns in die Tiefe und nicht in die Weite lenken.

      Auch Dir ein wohliges adventeln.

      Deine Veronika

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  2. Wünschte, ich könnte auch nur mal ein wenig den Berg hochfahren ud eine solche Aussicht haben. Im Moment habe ich sogar den Geruch von Nebelfeuchte & Holzbrand in der Nase...
    Danke fürs Mitnehmen!
    Bon week-end!
    Astrid

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    1. Das ist wirklich ein Geschenk und ich bin froh, ich kann es auch nutzen. Gerne nehme ich Dich wieder mit.

      Auch Dir ein schönes Wochenende
      Veronika

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  3. Liebe Veronika, das ist eine gute Wahl die du getroffen hast.
    Für so eine wunderschöne Aussicht lohnt es sich wirklich den kleinen Umweg zu machen.
    Es gibt wirklich Orte die so einen Zauber haben und das sollte man auch nutzen.
    Du wohnst ja wirklich in einer schönen Gegend.
    Heute war hier auch eine ähnliche Stimmung wie eins von deinen Bildern zeigt, der Himmel war in so wunderschönen Farbtönen, einfach bezaubernd.
    Liebe Grüße, Edith

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    1. Liebe Edith,

      wie oft bekomme ich zu hören, wenn jemand unsere Aussicht vom Haus genießt, dass selbst das Schöne alltäglich wird und es man gar nicht mehr sieht.
      Ich kann wirklich behaupten, dass das für mich nicht stimmt.

      Ich freue mich an jeder Stimmung, die sich bietet und ich stehe dann und staune, auch wenn es nur für ein paar Minuten ist. Und jedesmal ist es eine kleine Auszeit vom Alltag.

      Allerliebste Adventgrüße
      Veronika

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  4. i hab GÄNSEHAUT,,,,, soooo zauberhafte BUIDLN,,,,
    ohhhhhh i bin ganz verliebt in die GEGEND,,,,,,freu,,,freu

    wünsch da no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

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    1. Es ist wirklich ein Traum, das Ländle - der Blick vom Berg ins Rheintal und in die Schweiz, der Bodensee vor der Haustüre, alles in greifbarer Nähe.

      Dir auch einen feinen Sonntag morgen.

      Liebe Grüße
      Veronika

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  5. Was für zauberhafte Bilder, liebe Veronika! Ganz besonders das mit der Kirche und dem brennenden Himmel- ich bin immer wieder gefesselt davon, was die Natur zustande bringt! Oft ergeht es mir genau wie dir: ich stehe da, versuche diese wundervollen Eindrücke alle in mich aufzunehmen und fühle angesichts dieser gewaltigen Bilder eine ganz grosse Ruhe und einen ergreifenden Frieden im mir- auch wenn das jetzt wahnsinnig pathetisch klingt! ;oD
    Und ja, auch ich nehme in den letzten Jahren ganz deutlich wahr: ich habe mich nie zuvor so gut gefühlt! Das Erkennen, wie einfach ein ganz und gar zufriedenes Leben sein kann, wie wenig es dazu braucht- das ist grossartig. Und ich bin sehr gelassen geworden- ich, der früher alles nicht schnell genug ging, der es schwerfiel zu warten, die immer auf dem Sprung war! Diese Gelassenheit trägt einen Grossteil dazu bei, dass ich auch anstrengende oder schwierige Phasen ganz besonnen angehen kann, dass ich den Dingen Zeit geben und sie sich oft einfach selber entwickeln lassen kann. Dafür bin ich wirklich dankbar.....
    Hab einen ganz fröhlichen und wohligen 2. Apfenz (hui! Das geht voran....!), Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Windwasserfrau 8. Dezember 2018 um 18:36
      Hahahaha, ich kenne das nur zu gut, alles sofort, am besten gestern, auch immer auf dem Sprung, immer Neues......

      Wie viele Jahre hat mich das begleitet, geprägt oder ich habe meine Prägung gelebt. Bis das Leben mir auch hin und wieder Stoppschilder vor die Nase gehalten hat, die ich am liebsten übersprungen hätte.
      Vieles hat sich gewandelt, ja wandeln müssen, und als Geschenk habe ich, hast Du die Muße erhalten und die Fähigkeit zum Staunen und die Freude am einfachen und genügsamen Leben und die Erkenntnis, jawohl! dass sich vieles von alleine regelt, da bin ich auch ganz bei dir.
      Das ist schön, schön, schön.

      Mit dieser Qualität ist das Adventsgetue zum wohlig behaglichen Apfenz geworden.

      Herzensgrüße vom Ländle in die Schweiz
      Veronika

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