Mittwoch, 18. Januar 2017





ICH BIN HAPPY

Seit ich vor einigen Tagen das erste Mal gefrorene Seifenblasen gesehen habe und Silke von houseno37.blogspot.co.at vor kurzem einen wundervollen Post geschrieben hat mit traumhaften Bildern, wartete ich sehnsüchtig auf Minusgrade - ein sehr seltener Zustand bei mir.

So habe ich mir ganz normales Pustefix besorgt, Trinkhalme hatte ich zu Hause. In einem Tutorial habe ich gesehen, dass es damit besser gehen soll




Yeah, es wurde kalt und mit der Kälte kam der Wind, sodass überhaupt nichts ging. Die Seifenblasen tanzten fröhlich dahin und kaum hatte ich es geschafft, eine irgendwo abzusetzen, war sie auch schon wieder weg.





Windstill war es nur direkt am Haus und da war es wieder etwas zu warm - kaum vorstellbar - aber sie sind nicht gefroren


Also auf noch kältere Temperaturen warten - gestern Vormittag einen neuen Versuch gestartet. Gefühlt hatte es für mich Windstille - für die Seifenblasen nicht. Wenn eine mal saß und ansatzweise begonnen hat, zu gefrieren, war sie schon wieder geplatzt, bis ich endlich die Kameraeinstellungen hatte.





Heute Morgen 11 Grad minus, kein Lufthauch, strahlende Sonne, ideale Bedingungen und mein Mann hat sich meiner Probleme angenommen, er schafft immer alles. aaaalllllllleeeeeeessss

So sind wir gemeinsam losgestapft, er hat wunderhübsche Seifenblasen fast schon wie am Fließband produziert, aber keine wollte sitzen bleiben.

Das erste Mal in unsere langjährigen Ehe habe ich umgedrehte Rollen erlebt, er etwas ungeduldig, ich stoische Ruhe und eine Beharrlichkeit und Zähigkeit, wie ich sie von mir kaum kenne





So habe ich dann doch den Strohalm geholt - wir haben versucht, gescheiter zu sein als Internet - und plötzlich, siehe da, hatte ich den Dreh raus






Fast eingefrorene Zehen, klamme Finger, eisige Ohren - alles ignoriert, das Gefroreneseifenblasenfieber hat sämtliche Befindlichkeiten wettgemacht




Bei der Bearbeitung habe ich gerne mal mit Farben gespielt, ich tue das sonst nicht so gerne, aber diese gefrorenen Gebilde sind fast schon abstrakt, da fand ich das ganz reizvoll


Am späten Nachmittag bei niedrigem Sonnenstand bin ich nochmals raus und es entstanden ganz andere Bilder durch die Sonneneinstrahlung




Ich bin jetzt richtig mit einer großen Zufriedenheit gesättigt, ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass ich das innerhalb eines Tages so hinkriege.




Falls es noch jemand von Euch versuchen möchte, mein einziger Rat:
bleibt dran, haltet durch, es wird und es wird grandios und es macht unglaublich Spaß.

Und natürlich wünsche ich Euch Glitzerschnee und Eiseskälte


Veronika






LEBENSFRAGEN



Wie soll ich meine Stärke fühlen
Wenn ich mich nicht in Zartheit übe?

Wie kann ich meine Klarheit feiern,
wenn ich nicht durch die Nebel  gegangen bin.

Wie kann ich zu einem Kunstwerk werden
wenn der Maler mir nicht seinen Namen nennt

Wie werde ich zu einem Rund,
wenn meine Ecken nicht  geschliffen werden

Wie hell erstrahlt mein Licht
Wenn ich die Dunkelheit zu lieben lerne







Montag, 16. Januar 2017





FÜR MICH UND
MEINEN GROSSVATER


Bin ich verrückt genug, im Gras  zu liegen
wenn die Welt sich um ihre Wichtigkeiten dreht.

Bin ich mutig genug, mit meinem Schatten zu tanzen,
während alles von Heilung spricht.

Bin ich stark genug,  im Sturm zu singen,
selbst wenn meine Angst mich ruft.

Bin ich bereit genug, meinem Lied zu lauschen
wenn draußen das laute Wort ertönt.

Bin ich weise genug, meinem Wolf zu folgen,
der im Dunkeln seine Kreise zieht.

Bin ich sehnsuchtsvoll genug,  die Quelle zu suchen
auch wenn die Täler weit und die Wege verworren sind.













WIE WÄRE ES

Wie wäre es, wenn Du aufhörst, daran zu glauben, dass der Moment nicht gut ist.

Wie wäre es, wenn Du nicht den Menschen folgst, die Dir zum tausendsten Mal sagen „Du musst ein neues Leben beginnen“

Wie wäre es, wenn Du plötzlich verstehst, dass der Punkt, an dem Du jetzt bist, der einzig richtige Deines Weges ist

Wie wäre es, wenn Du nur Dein Herz fragst und nicht die großen Schwätzer vor Deiner Tür


Nur in Deiner eigenen Tiefe kannst Du das Geheimnis verstehen

Nur in dem verborgenen Funkeln Deiner Augen siehst Du das nächste Morgenrot

Nur in Deinen warmen Händen hältst Du Deine Schritte geborgen

Nur in Deinem liebenden Herz ahnst Du Dein großes Wesen



Du bist Deine Vision und Dein Ziel





Text und Bild: :©die SPURENfinderin Fotografie


Sonntag, 15. Januar 2017





Samstag mal entspannt


heute morgen hat es schon geschneit, eine wunderbar friedliche Stille liegt über dem Land, im Kachelofen knistert das Feuer. Alles geputzt, eingekauft und nun Zeit für Muße




Aber weil einfach nur faulenzen nicht gerade meine Stärke ist, habe ich ganz entspannt wieder mal leckere Kleinigkeiten gemacht.

Vor vielen Jahren habe ich über viele Monate makrobiotisch gekocht - ziemlich schräg - aber es hat uns allen super geschmeckt und sehr gut getan.

Da es eine nicht ganz bodenständige und auf Dauer für eine praktische Hausfrauenküche nicht so ganz geeignet war, habe ich es dann auch wieder gelassen. 

Aber ein paar gute Sachen begleiten uns bis heute, eine davon sind

TAMARI-NÜSSE




Mandeln und Haselnüsse (eignen sich am Besten) bei 200 Grad im Backrohr so lange rösten, bis die Haut platzt und sie schön braun sind.

Dann rausnehmen und mit Tamari mischen. Es sollte so viel sein, dass alle Nüsse damit überzogen sind, aber nicht so viel, dass sie nass bleiben, dann nochmals ins Rohr zum trocknen, aber die Hitze ausschalten.

Knusprig, salzig, oberlecker, gesund und laut Makrobiotic energetisch zwischen Yin und Yang ausgeglichen




Ach ja, und oberwichtig: es muss echtes Tamari sein, nicht irgendeine billige Sojasauce. Der Vergleich ist ungefähr so, wie zwischen einem Käse aus Kuhmilch von Alpkühen, der über Monate gepflegt wird und reift und einem Billigschmelzkäse aus der Nahrungsmittelindustrie.

Ich denke, Ihr versteht was ich meine



























Mal kurz an die frische Luft, es  war heute zauberhaft und endlich knirscht der Schnee unter den Stiefeln. 

Kinderträume und watteweiches Land

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Ich habe diese Woche angefangen, wieder etwas reduzierter und bewusster zu essen und da gehört der Zuckerverzicht dazu. Echt eine harte Sache.

Um mir das Leben trotzdem zu versüssen, habe ich heute das Dörrobstragout von Felicitas Then gemacht.







Ich habe immer Trockenfrüchte zu Hause, aber wenn ich mir keine zuckerfreie Zeit auferlege, esse ich lieber Schokolade, Kekse, Kuchen. 
Höchstens mal Datteln kommen in den Smoothie.

Da kommt dieses Ragout gerade recht, um die Vorräte etwas zu reduzieren.





Ich habe Gojibeeren, Pflaumen, Aprikosen, Cranberries Datteln und Rosinen genommen. Im Rezept kommt Zucker dazu, das habe ich gelassen, statt dessen einen Esslöffel Kokosblütenzucker verwendet, der laut Sternekoch sogar für Diabetiker geeignet sein soll und herrlich karamellig schmeckt.




Dann einfach mit Weisswein, so steht es im Rezept, aufgiessen und etwas Zitronensaft dazu. Im Hinblick auf meine Abspeckphase habe ich Granatapfelsaft genommen, das gibt der ganzen Süße noch einen herben Touch, und mit einer ordentlichen Portion Lebkuchengewürz abgerundet. Köcheln lassen, bis die Früchte weich sind.





Herrlich fruchtig, fein süß und würzig. Ein richtiges Winterdessert.




So langsam verschwindet nun meine rosa Weihnachtswelt und statt dessen zieht weiß und grau und etwas Natur ein, entsprechend der Farben draussen.





Ich habe die Watte für mich entdeckt und finde sie eine wunderbare Ergänzung zur Deko. Sie macht so weich und sanft








Ich wünsche Euch allen einen zauberhaften, entspannten und gemütlichen Wintersonntag













Sonntag, 8. Januar 2017





WELT HINTER DER WELT 




Ich weiß nicht, irgendwie kommt mir der Winter der letzten Tage einfach anders vor als sonst.

Vielleicht liegt es daran, dass ich älter werde, vielleicht an meinem Fotografenauge, vielleicht aber auch, weil sich vieles verändert.




In mir, um mich herum - alles ändert sich.
Klar gibt es Konstanten, es ist immer der Alltag, der zu bewältigen ist, es sind meine Liebsten, meine Freunde, die da sind.

Aber es ist ein Gefühl da, es liegt in der Luft oder wo auch immer, es zeigt sich in den Stimmungen und in den Ausdrucksformen der Natur




Die letzten Tage hatte ich immer wieder Gelegenheit, am See zu sein, mit klammen Fingern und rotgefrorener Nase bin ich einfach stehen geblieben und habe gestaunt, wie innerhalb von ein paar Minuten die Stimmungen sich änderten





Alles schien so ungbeschreiblich klar und sauber zu sein, selbst die Luft fühlte sich bis tief in die Lungen rein an




In dieser einsamen Stille habe ich sogar ein Segelboot weit draußen entdeckt und mir vorstellt, wie unglaublich beeindruckend die Kulisse vom See aus ist




Es waren Momente, wie ich sie jeden Tag mal zu erleben wünsche. Als ob das große Rad einfach angehalten würde, als ob alles sich in diesem einen Punkt trifft, als ob für eine Sekunde und gleichzeitig für eine halbe Ewigkeit sich Fenster öffnen, als ob tief drinnen ein Gefühl des Richtigseins entsteht


Ich stelle noch ein paar Handyfotos rein, ich mag gerne auch mal Handyshots machen, einfach drauflos  und etwas andere Stimmungen einfangen als mit der Kamera









THESE ARE MAGIC MOMENTS





Samstag, 7. Januar 2017





DAS GEHEIMNIS DER STILLE




nun ist er doch gekommen, der Winter und mit ihm eine unbeschreibbare Ruhe - für alle, die sie aushalten können, die ihr nicht davonlaufen in das umtriebige Getue





Ich finde es interessant, dass seit einigen Jahren das Wetter im Advent so gar nicht besinnlich ist und auf Weihnachten zu fast schon frühlingshaft wird

Irgendwie korrespondiert es mit der hektischen Geschäftigkeit in dieser Zeit. Es zeigen sich die Resonanzen mehr als deutlich.




Nachdem die letzten Silvesterfeiern beendet und alle Neujahrsvorsätze gefasst sind, kann Ruhe einkehren.

Wir hatten ein paar Tage zauberhaften Raureif, bevor der Schnee nun alles zugedeckt hat




Raureif hat für mich fast noch mehr Reizvolles als Schnee, weil sich Formen von subtil bis bizarr ausbilden, die äußeren Dinge zart und zerbrechlich werden und trotzdem eine Klarheit und Stärke ausstrahlen









Alles, was sich der Kälte anbietet, wird noch zu einem ganz speziellen Kunstwerk gemacht






Nicht mehr Vielfalt, sondern Tiefe, nicht mehr groß, sondern Detail, nicht mehr außen, sondern innen




Ich hatte dieses Jahr überhaupt keinen "Zugang" zu Silvester und Neujahr, plötzlich kam mir alles gekünstelt und aufgesetzt vor. Es ist ein Datum, das irgendwann von den Menschen gesetzt wurde, aber in keinster Weise mit den natürlichen Rhythmen der Natur zu tun hat. 

Gestern, am Dreikönigstag, hat es für mich mehr wie Neubeginn angefühlt, die Raunächte sind vorbei, sie haben das alte Jahr abgeschlossen und das neue grob umrissen.

In diese Zeit nun ist Schnee gefallen, der uns symbolisiert, noch nicht los zu starten, noch zu warten, noch abzutauchen, noch innezuhalten. Die Zeit des Frühlings kommt, aber es ist notwendig, sie abzuwarten und nicht vorwegzunehmen




Alles hat seine Zeit, die Hortensien blühen auch noch nicht, sie lassen sich verzaubern, verwandeln, ehe sie ihren neuen Zyklus beginnen.




EINE RUHENDE ZEIT EUCH ALLEN