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Donnerstag, 17. September 2015




DER ALLTAG HAT MICH WIEDER

das finde ich etwas lästig 

und der Herbst hält Einzug, das finde ich schön






und damit die Normalität mich nicht ganz so in Schach hält, geht es gedanklich schon wieder ans Meer








Und wenn, dann schon mitten in die Naturgewalten, die speziell in Nordjütland so prägend und allgegenwärtig sind








Wie schön man doch sieht, von wo der Wind weht - das lässt keine Zweifel offen. Ab und zu wünsche ich mir das auch, dass es keine Zweifel gibt, dass alles eindeutig ist, dass das Segel setzen so leicht ist








Es hat auch seinen Preis, denn nichts kann so nachhaltig verändern wie die Kraft des Windes und des Meeres und vermutlich  auch der menschliche Geist






Mårup ist ein ehemaliger Kirchort in der Jammerbucht auf dem Gebiet der heutigen Kommune Hjørring in Vendsyssel im Norden von Jütland. Hier befindet sich Lønstrup Klint, eine eindrucksvolle Steilabbruchkante, die nach Süden hin in die Wanderdüne Rubjerg Knude übergeht.
Der Ort bietet ein eindrucksvolles Schauspiel der Küstenerosion an einer aktiven Abtragungsküste. Vor allem der Wechsel von Stürmen, Hochwasser, Regen, Frost und Tauwetter setzt den Steilküsten zu, Frostsprengungen können zu großen Landabbrüchen führen. In den vergangenen einhundert Jahren ist die Küstenlinie um 300 Meter zurückgewichen.
Wikipedia




Die romanische Kirche wurde im 13. Jhd. errichtet.
Die schweren Stürme im Laufe der Jahrhunderte haben die Küstenlinie soweit zurückgedrängt, dass Anfang des 20. Jhd. die Kirche aufgegeben werden musste. Es erfolgte ein schrittweiser Rückbau, um die noch verbliebene Abbruchkante zu schützen. 


Wie lange die Überreste noch besucht werden können, ist ungewiss.







Gewiss ist nur der immerwährende Wandel, den es nicht nur anzunehmen gilt. Vielleicht ist es auch gut, sich ihm ein Stück weit hinzugeben, um selbst zum Wandel zu werden.





Mittwoch, 9. September 2015




Nun gut, wir leben in einer polaren Welt





Und weil das so ist, schicke ich heute mal nicht Farbenrauschbilder los, sondern Eindrücke von der radikalen Reduktion auf das Wesentliche






Die Rubjerg Knude bildet den höchsten Punkt der Steilküste von Lønstrup. Sie erreicht eine Länge von bis zu 1900 m und eine Breite von bis zu 400 m. Rubjerg Knude selbst hat eine Höhe von gut 70 m. Die oberen 20 bis 25 m bestehen aus Flugsand. Darunter liegt eine bis zu 50 m hohe Steilküste, die aus eiszeitlichen Ablagerungen aufgebaut ist, 

Wikipedia






Ich liebe es, in Fülle und Üppigkeit zu schwelgen, egal, ob es Farben sind, Blütenpracht, vielschichtige Landschaften.

Es gibt aber auch die andere Seite, das Herunterfahren auf einen winzigen Punkt, das Weglassen von Allem, was ablenkt, die mich ebenso fasziniert 







Diese Landschaft ist für mich das Symbol für das große Nichts, aus dem alles entstehen kann. In dem wir uns aber auch geborgen wissen können und unser Eingebettet sein in die Natur in und um uns spürbar wird wie selten sonst







Die Düne erstreckt sich in Nord-Süd Richtung und ist mit ihren  mittlerweile 100 m Höhe die größte Wanderdüne Europas

Der Betrieb des 1900 erbauten Leuchtturms wurde 1968 wieder eingestellt, nachdem die Düne immer höher wurde und der Leuchtturm vom Meer aus nicht mehr zu sehen war.







In den nächsten 8 - 10 Jahren wird der Leuchtturm ins Meer hinabstürzen, da der Küstenabbruch jährlich ca. 5 Meter beträgt






So ist diese Landschaft nicht nur Reduktion sondern auch stetige Veränderung. 
Nichts bleibt, nicht einmal die Leuchttürme, die den Weg weisen.

Am Schluss bleibt nur unser innerer Kompass, den es freizulegen gilt und uns die Reise zeigt, wo immer wir auch sind







Und es zeigt sich noch, dass der Weg auch wieder herausführt aus der Leere und sich Landschaften öffnen, die Fülle und Üppigkeit versprechen.






Ach, bevor ich es vergesse, das Leben hält immer wieder Mutproben bereit. Vielleicht ist diese Treppe, die von der Klippe an den Sandstrand führt, eine davon. Meine war es noch nicht.












Dienstag, 8. September 2015




SONNENUNTERGANG AM MEER




Es ist doch fast schon (Blogger)programm bei mir  -  Nordseezeit und Sonnenuntergang

Und dazu noch mit einem abendlichen Regenbogen, mitten in den ohnehin schon genialen Farbspielen






Im Norden sind die Sommerabende - selbst noch Ende August - viel länger als hier, sodass es immer noch möglich ist, nach 21.00 Uhr an den Strand zu gehen und einzutauchen in den Farbenrausch






Egal, wie viele Sonnenuntergänge ich schon erlebt und fotografiert habe, jeder ist wieder neu und genauso beeindruckend wie alle anderen zuvor





Es sind Momente, die Herz und Seele nähren und ein Gefühl hinterlassen, dass alles gut sein kann 






Am nächsten Tag alles wieder anders, alles wieder neu. Ich kann mich erinnern, dass ich zu Beginn meines Blogs mir schon mal die Frage gestellt habe, warum es uns denn so schwer fällt, jeden Tag neu zu sehen, uns selbst immer wieder neu zu erfinden und statt dessen so sehr im Alten feststecken








Und dabei ist es ganz leicht: einfach mal Perspektive wechseln, einfach mal ein neues Bild entwickeln, einfach mal mit anderen Farben  malen und sich einfach mal freuen an neuen Eindrücken









Also alle Hindernisse über Bord und auf zu neuen Ufern - die Welt ruft




Freitag, 4. September 2015







Der große Sommer am Meer






Morgen ist der letzte Tag meines Sommers am Meer - ich dachte vor ein paar Jahren noch nicht, dass ich das einmal sagen kann, aber ich habe es mir schon lange sehnlichst gewünscht. 







2015 war mein Sommer an der Nordsee, ich habe es geschafft, insgesamt mehrere Wochen da zu sein, Amrum, Büsum und jetzt Nordjütland. Wenn ich Biografien lese, wo Menschen von ihren Lebensträumen erzählen und wie sie sich verwirklicht haben, habe ich nie das Gefühl gehabt, dass mir das auch gelingt. 

So sehe ich aber jetzt, dass alles möglich ist, wenn ein Traum lange und intensiv gehegt wird. Das macht mir große Hoffnung, es auch zu schaffen, dauerhaft am Meer zu sein.








Es gibt so Orte, da muss ich hin. Und wenn ich dann da sein darf, bin ich zutiefst glücklich und erlebe mich als ganz. Da weiß ich schlagartig, warum ich die Sehnsucht in mir getragen habe.


Und ich musste nach Skagen, zum nördlichsten Punkt Dänemarks, dort wo Nord- und Ostsee sich begegnen. Es ist so deutlich sichtbar, dass die Wellen von Ost und von West heranrollen und aufeinander prallen.








Ich war schon an vielen wundervollen Orten an der Nordsee, aber so magisch, so mächtig, so kraftvoll, so durchdringend klar war noch keiner.

So möchte ich gerne sein, wie das Meer. Vielleicht braucht es genau solche Orte, die das erfüllen, wie man sich selber in seiner besten Version wünscht.









Ich hatte das Gefühl, ewig am Strand laufen zu wollen, es war, als ob mein Tank vollständig gefüllt wird.  Und es war das Gefühl, da nie mehr weg zu wollen.

So gibt es wieder einen Traum, eine Sehnsucht - immer wieder hierher zu kommen, Und ich bin jetzt so sicher, dass er sich verwirklicht und dass mir das Leben die Möglichkeiten dafür zu Füßen legt.