Und wieder einmal mehr
war heute Winter angesagt, es hat über Nacht etwas geschneit.
Dann nichts wie los nach Holland zum Dritten
ROTTERDAM
ist ja eine Stadt, die immer wieder mal in den Börsennachrichten oder in Zusammenhang mit den Ölpreisen genannt wird.
Irgendwie hat der Name Rotterdam in mir etwas Zwiespältiges ausgelöst: Schwerindustrie gepaart mit dreckiger Luft und hässlichen Hochhäusern,
gleichzeitig Tor zur Welt und grenzenlose Freiheit. Komisch.
Und dann waren wir da:
und es war so anders, als ich mir es vorgestellt hatte
Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlanden mit dem größten Seehafen Europas, dem drittgrößten weltweit
Die Erasmusbrücke, die sich über die Nieuwe Maas, einem Hauptstrom im Rhein-Maas-Delta, spannt, wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt und wird in der Bevölkerung liebevoll "der Schwan" genannt
Auf einer Hafenrundfahrt - eines der Highlights in Rotterdam - bekommt man einen unglaublich tollen Einblick in die faszinierende und vielfältige Architektur
zwischen die futuristischen Gebäude mischen sich noch historische Denkmäler, ein wunderbarer Mix, der nie seltsam anmutet
1230 gegründet besaß Rotterdam bereits 1570 als eine der wenigen Hafenstädte direkten Zugang zum Meer
So wurde die Stadt schnell zum bedeutendsten Zentrum der expandierenden Industrie rheinaufwärts
Bemerkenswert ist, dass Rotterdam zum größten Teil unter dem Meeresspiegel liegt und durch Deiche geschützt ist.
Rotterdam wird ständig durch Pumpen entwässert, da der natürliche Grundwasserspiegel ansonsten über dem Straßenniveau liegen würde
Die 75 Minuten dauernde Rundfahrt eröffnet einen Eindruck in die gigantischen Ausmaße eines Welthafens
Acht Kilometer geht es Richtung Meer und trotzdem ist das erst ein Drittel der gesamten Etappe.
Allein in diesen Containern lagern unzählige Autos aus Fernost und warten auf den Weitertransport Richtung Europa
Die Innenstadt ist ein quirliges, pulsierendes, multikulturelles Zentrum mit Bauten, die einfach sprachlos machen
Während des zweiten Weltkrieges wurde Rotterdam bombardiert und die Innenstadt fast vollständig zerstört. Das alte Rotterdam verschwand weitestgehend und wurde modern neu aufgebaut. Trotzdem findet man an der einen oder anderen Ecke noch historische Reste
Bestimmendes Element sind die Hochhäuser, wie sie sonst nur in Frankfurt, Warschau, London und Paris zu finden sind. Namhafte Architekten siedelten sich in der Stadt an
die Kubushäuser wurden 1984 errichtet und stehen jeweils auf einer Spitze des Würfels
Die Markthalle wurde im Oktober 2014 eröffnet und beherbergt neben großen Ausstellungsflächen und einem Indoormarkt auch Luxuswohnungen
Rotterdam ist wegen seiner Vielfalt, seiner Weltoffenheit und seiner beeindruckenden Architektur wirklich ein lohnendes Reiseziel
So sehr hat mich die Stadt begeistert, dass ein einziger, langer Post daraus entstanden ist. Und ich denke, wir waren da nicht das letzte Mal.
