Dienstag, 24. Februar 2015





WELLE DES LEBENS


Ich habe vorgestern einen bemerkenswerten Vortrag gehört
Dr. Ulrich Mohr  -  Simplonik

 Ein Grundgesetze des Lebens, es gibt immer ein auf und ab, gleich einer Welle, die sowohl Wellenkamm als auch Wellental kennt.

Das mag uns so sehr missfallen, dass die Ausrichtung viel lieber auf den Kamm als auf das Tal geschieht. Wir versuchen ständig Konflikte, negative Erfahrungen, Trauer, Kummer ....... zu vermeiden oder zu verdrängen, wir wollen das nicht, schieben es weg. Doch so sehr wir uns darum bemühen, gelingt es so gut wie nie und nach einer Hochphase finden wir uns wieder gekränkt, beleidigt, traurig, verletzt im letzten Winkel des Kellers und versuchen, alles nicht allzu intensiv zu spüren.

Was wäre, wenn es uns möglich  würde, den Keller genauso zu lieben wie die Aussicht auf dem Giebel des Dachs. Wenn wir uns umarmen lassen vom Dunklen, uns ihm zuwenden, es spüren, um es dann gehen lassen zu können.

Wenn wir das nicht tun, dann benehmen wir uns so, als könnten wir den einen Teil der Welle einfach wegschneiden, ausradieren, löschen...... 








Freude und Trauer sind unsere zwei Ursprungsgefühle. Wir müssen die Trauer aushalten um Freude empfinden zu können. Tun wir das nicht, reduzieren wir den Schwingungsbauch der Trauer, reduzieren aber gleichzeitig  auch den Schwingungsbereich der Freude.


Lassen wir uns aber hineinfallen in unseren Konflikt, schwindet der innere Widerstand und er löst sich langsam auf




Während des Vortrages kamen mir plötzlich diese Bilder in den Sinn, die ich vergangenen August in Holland aufgenommen habe und ab sofort  waren die Worte von Dr. Mohr so klar.

Wenn wir im Lebensschiff sitzen, können wir den Wellen nicht entkommen, sondern ihre Bewegung in uns aufnehmen und mit ihnen tanzen. Je mehr wir uns der Trauer zuwenden können, desto größer wird auch unsere Freude



Kommentare:

  1. Das sind wirklich wahre Worte.
    Ich bin ein Mensch, der schon immer alle Emotionen sehr sehr intensiv erlebt. Ob positiv oder negativ.
    So habe ich es instinktiv schon so gehandhabt, wie es in dem Vortrag beschrieben wurde.
    Man kann seine Gefühle nicht beschränken und einsperren, wenn es die Lebensphase unbequem wird. Tut man das, spürt man vielleicht den Schmerz oder die Trauer weniger stark, aber wie schon im Vortrag gesagt, dann beschneidet man alle Gefühle und so kann man auch die Freude nicht mehr so intensiv empfinden.

    Deine Bilder passen hervorragend zu dem Vortrag. Sich von den Wellen des Lebens tragen lassen, ohne unterzugehen.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Liebe Sonja,
      ich bin leider "gefühlsamputiert" groß geworden, da war es nicht erlaubt, Gefühle in ihrer Intensität zuzulassen. Von daher war es ein Prozess, in ein gutes Gefühlsleben reinzuwachsen. Ich bin dankbar, dass mir das gelungen ist und fühlte mich total zuhause in dem, was Dr. Mohr erzählt hat.
      Schön, wenn Du so in Deinen Emotionen sein kannst.

      Liebe Grüße
      Veronika

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  2. Liebe Veronika,
    ein wunderbarer Post, gerade so passend bei mir.... Noch bin ich nicht wieder auf dem Wellenkamm, aber ich habe das Tal akzeptiert... Auch wenn es nicht leicht fiel. Die Bilder sind so schön passend.
    Hab Dank für deine tollen Worte.
    Herzliche Grüße
    Birthe

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    1. Liebe Birthe, wie schön, das mein Post für Dich so passt. Und wie schön, dass Du Frieden hast mit Deinem Tal. Ich weiß, wie schwer das ist, aber es führt ja kein Weg daran vorbei. Und wenn der Widerstand wegfällt, kann viel mehr Energie fliessen.

      Alles Liebe und freu Dich auf den Wellenkamm
      Veronika

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  3. So passend deine Worte und Bilderwahl!! Ich fühle mich sehr angesprochen davon, übe teilweise noch an der Umsetzung 😉 HU, Pia

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