Sonntag, 18. Juni 2017





WAS FÜR EIN HERRLICHER 
SOMMER






Seit dem letzten Wettergejammere Anfang Mai haben wir fast durchgehend schönes Wetter

Sonne satt und üppiges Grün, die ersten Johannisbeeren sind schon geerntet und auch die ersten Gurken. Die letzten Salatköpfe schon gefuttert, die Klaräpfel werden auch  langsam reif. Die Erdbeeren zuckersüss und die Kirschen erwähne ich lieber gar nicht, sonst läuft mir das Wasser im Mund zusammen

Es geht einfach nicht mehr besser, Fülle pur.




Eigentlich wollte ich meinem Post einen ganz anderen Titel geben: 

Fremdgegangen und Heimgekommen

Wie es dazu kam, ganz einfach. Ich bin Richtung Süden gezogen, in die Toskana. Meine Jüngste wollte mal Italien erleben und da mein Mann (echter Wikinger halt) keine Lust dazu hatte, musste wohl ich einfach fahren.

Im gedanklichen Gepäck die Hitze, die ich gar nicht mag, den Süden sowieso nicht, die Hektik und das Laute, der volle Strand und ewig Pizza und Pasta.




Spätestens am Comer See habe ich meine mentalen Barrieren über Bord - besser aus dem Auto - geworfen und bin mit wehenden Haaren, freiem Geist und sommersatten Gefühlen in die Sonne des Südens eingetaucht.





"Toskanischer Himmel
wacht überm Faltenwurf 
der Erde

Im daunenweichen Licht
atmet Land 
in sanften Zügen

Der Seele letzte Schwere
fällt in den Schatten
des Olivenbaums"


Dieses Gedicht habe ich vor fast dreißig Jahren geschrieben bei meinem ersten Besuch in der Toskana und es ist mir immer in Erinnerung geblieben





Und plötzlich war es weder zu heiß, noch zu laut, noch zu hektisch, die Pizza war wundervoll, die alten Gassen geheimnisvoll, der Meerwind berauschend, mein Englisch alltagstauglich, die lauen Nächte endlos lang, das Fremde plötzlich vertraut und das Land voll Poesie.





So ist etwas wahr geworden, was die letzten Jahren für mich nicht vorstellbar war - den Süden lieben zu lernen







Es gab sogar richtig Sturm und Brandung, das ich am nordischen Meer so liebe







Die Stimmungen grandios, die Ausblicke atemberaubend, die Farben des Meeres intensiv und die Luft glasklar









So fühle ich mich nun komplett und ganz heil, die Nord-Süd-Differenzen haben sich zusammengefügt und die zukünftigen Reiseziele sind vielfältiger geworden.

Ich habe gelernt, Vorstellungen aufzugeben, Hindernisse abzureißen, dem Neuen zu vertrauen, meine inneren Grenzen auszudehnen und dem intensiven Licht die Tür zu öffnen.




Ich weiß, ich komme wieder



Kommentare:

  1. wooow, ich bin total gefesselt... von den tollen Bildern und den mitreißenden Text.
    ich lass das jetzt einfach auf mich wirken und will den Moment nicht mit unnötigen Worten zerstören. Doch Eins muss ich dir noch sagen - ich bin ebenfalls kein Italienfan, wegen der gleichen Vorurteile wie es damals deine waren. Vielleicht sollte ich es doch einfach mal wagen :)
    <3 Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Martina,

      ganz lieben Dank für Deine Zeilen. Ja so kann sich manches einfach ändern. Wenn Du Dich mit dem Gedanken anfreundest - es muss ja nicht Italien sein, es ist der Süden Frankreichs oder Spanien sicher auch total reizvoll - dann suche Dir doch einfach Ziele, die nicht alle aufsuchen. An der etruskischen Küste war nicht viel los, klar, es ist noch nicht Hochsaison, es war herrlich entspannt und auch quirlig, typisch Italien halt.
      Aber es ist schon ein ganz besonderes Lebensgefühl dort, unverkrampfter, spontaner, freier irgendwie.

      Wer weiß wo es Dich noch hinführt.

      Liebe Grüße
      Veronika

      Löschen
  2. Na sag mal. In welch toller Gegend bist du denn da gelandet? Wer sich da nicht verliebt. Es ist einfach wunderschön. Mehrfach kam ein leises WOW über meine Lippen. Tolle Bilder.
    ....und manchmal muss man einfach machen - zwinker

    liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Nicole,

      danke für Deinen Besuch auf meinem Blog.
      Ja das war eine traumhafte Ecke - die Etruskerküste zwischen Pisa und Piombino. Gewohnt haben wir in Cecina. Die Toskana ist schon etwas ganz besonderes und unsagbar vielfältig.

      Ja einfach machen - mein Motto dieses Jahr und es fühlt sich traumhaft an.

      Liebe Grüße
      Veronika

      Löschen
  3. Eine wunderbare Liebeserklärung an den Süden … aber an den Norden auch!
    Liebe Grüße Petra (noch berauscht von deinen Fotos)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Dir liebe Petra - ja es ist eine totale Liebeserklärung, einfach auch an die unendliche Vielfalt und Schönheit.

      Liebe Grüße
      Veronika

      Löschen