Samstag, 27. Februar 2016





EIN WECHSELBAD DER GEFÜHLE


hat uns diese Woche das Wetter beschert







es ist kaum zu glauben, dass sich die Duftveilchen schon aus Ihrer Knospe trauen, es ist erst Ende Februar. Ihre Zeit wäre frühestens in einem Monat.

Aber wer kümmert sich um Uhr und Kalender, wenn der innere Takt und die äußeren Bedingungen etwas anderes erzählen.






Die Rose reckt auch schon ihre ersten Triebe in die trotzdem noch kalte Luft - aber sie will schon startklar sein







Hummeln fliegen schon bei niedrigeren Temperaturen als Bienen. Sie waren besonders fleißig an diesem Tag


---------------------------------------------------


Über Nacht hat es geschneit und die Welt rückt plötzlich in ein ganz anderes Licht






Es hat für mich einen ganz besonderen Reiz, wenn alle Farben unter der Wattebausch Decke verschwinden, wenn die Luft so rein ist wie der Schnee weiß. 

Wir haben kalendarisch immer noch Winter, es ist immer noch Rückzugszeit, es ist immer noch Reduktion und immer noch Vorbereitung auf die blühenden Zeiten, im inneren und äußeren.

So schön es auch ist, da passt der Frühlingsfarbenrausch einfach noch nicht ganz, selbst wenn wir ihn uns so sehr wünschen







Wie sonst könnten wir die ganze Fülle und Pracht erkennen, wenn sie nicht mal verschwunden wären, wie könnten wir sie voll Sehnsucht erwarten, wenn sie immer um uns wäre.

So wird jede noch so kleine Blüte zu einem Fest für das Auge, wenn sie der Kälte trotzt


-------------------------------------------


Heute hat sich die Sonne wieder gezeigt, und die warmen Temperaturen haben den Schnee ziemlich zurückgedrängt







So bin ich kurzerhand mit den Tulpen aus der Küche in die Sonne raus







Also haben wir einfach Geduld, unter jeder Schneedecke bereitet sich die Blüte vor für ihren Durchbruch.

Also haben wir einfach Geduld mit unseren noch ungelösten Dingen und den Sehnsüchten, die sich noch nicht erfüllt haben.

Alles blüht zu seiner richtigen Zeit











Donnerstag, 18. Februar 2016





Immer ist sie zu knapp
- die Zeit -





Seit ich meine kreativen Schleusen wieder etwas geöffnet habe, merke ich, wie sehr die Zeit fehlt.

Für das Fotografieren, für das Texten - es ist nie genug Zeit






Die schöpferischen Ebenen brauchen Muße, ein innerlicher Rückzug aus den Alltagswelten, ein Abtauchen in die seelischen Tiefen und doch geht auch so viel zwischendurch







Eigentlich ist es auch schön, wenn ich mir kurze Auszeiten innerhalb der geschäftigen Stunden eines Tages ermöglichen kann.

So komme ich innerhalb einer halben Stunde mit ein paar Fotos, mit frischer Luft in den Lungen, mit entspanntem Geist und neuen Ideen wieder in den Alltag zurück







Vielleicht ist es auch gar nicht die mangelnde Zeit, vielmehr geht es darum, sie gut zu nützen







Übrigens habe ich meinen Namen von SPURENsucherin auf SPURENfinderin geändert. Es war der Anstoß einer wundervollen Mentorin.

Ich finde es schön, eine Finderin zu sein, im Kleinen wie im Großen






Ich habe heute die unübersehbaren Spuren des Frühlings gefunden, sogar Erdbeerblütchen kommen schon neugierig hervor






Und es finden sich noch Spuren des Vergangenen, des Verblühten. Es ist wichtig, auch sie zu würdigen und zu schätzen. Es liegt ein verborgener Zauber darin










Sonntag, 14. Februar 2016





EINMAL HAMBURG UND ZURÜCK





Wie schön ist es, Freunde in Hamburg zu haben, bei denen wir immer mal willkommen sind.

So haben wir die vergangenen Tage genutzt, um einen Abstecher - ist ja fast nur ein Katzensprung vom Bodensee entfernt - in die wunderschöne Nordmetropole zu machen







Zu Fuß unterwegs an der Alster von Eppendorf Richtung Innenstadt - eine richtig lange Strecke, aber so reizvoll, dass beanspruchte Füße Nebensache waren






Es würde sich lohnen, einfach nur mal einen Strassenzug durchzulaufen und die Geschichte hinter den ganzen Häusern zu erforschen. 








Ich frage mich, ob die Menschen in hundert Jahren unsere Architektur als ästhetisch empfinden, so wie ich diese wunderschönen Häuser bewundere und vieles Moderne nicht besonders schön finde






-----------------------------------------------------



Ich glaube fast, dass es heute nicht mehr erlaubt wäre, so nah am Flußufer zu bauen, es hat aber etwas ganz Besonderes, so nah am Wasser zu wohnen und vor allem, etwas Privilegiertes







Ich liebe die unendlichen Wasserspiegelungen, da könnte ich mich lange verweilen und beobachen










Eine wunderbare Atmosphäre, mitten in der Stadt unberührt scheinende Natur vorzufinden, Oasen zum Innehalten und Träumen








Weitblick übers Wasser - diese Aussicht macht frei in Kopf und Gefühl 









Selbst als absolutes Landkind hat es mir Hamburg angetan, die Stadt ist für mich nordisch frisch, leicht und entspannt mit schnörkellosem Charme