Samstag, 25. Juli 2015




AMRUMS GROSSE SCHWESTER

DIE GRÜNE INSEL FÖHR





Ich bringe Euch ein paar Bilder von Wyk auf Föhr mit. 
Einen Tag habe ich auf der Nachbarinsel verbracht und hatte einen wunderbaren Grund dafür


Ich habe mich mit Birthe von Holunderliebe verabredet - mein erstes Bloggertreffen im real life









Wyk sieht für mich immer wie ein Spielzeugörtchen aus, klein, niedlich, verspielt, ein bisschen verschlafen. Zumindest dort, wo nicht alle Touristen flanieren.







Nachdem Wyk 1819 das erste Seebad Schleswig-Holsteins wurde, spülte das Meer auch prominente Gäste an. Der dänische König Christian XIII. machte hier Ferien und auch Hans Christian Andersen verbrachte Zeit in Wyk. "Ich habe jeden Tag gebadet hier und ich muss sagen, es ist das unvergesslichste Wasser, in dem ich gewesen bin"








Ich liebe es, nette Details aufzustöbern und da gibt es in alten Städtchen mehr als genug








Es war ein richtig schöner Tag, mit offenen Gesprächen, einem Gefühl der Vertrautheit, schöner Aussicht, gemütlichem Schlendern und der Gewissheit, dass wir uns nicht das letzte Mal getroffen haben - danke Birthe











Montag, 20. Juli 2015




ICH MERKE SCHON


die Sommerzeit ist nicht meine Bloggerzeit.

Die Tage sind viel zu lang, viel zu warm, viel zu gefüllt, viel zu.......
Aber ich jammere nicht, es ist einfach nur eine Feststellung.






Schon seit einer Woche bin ich wieder von Amrum und meinem Arbeitseinsatz dort zurück. Und seitdem lebe ich mit gefühlten 40 Grad im Schatten wie in einer Sauna und erinnere mich mit Sehnsucht an den Wind und die klare Meerluft und die Wärme und nicht Hitze






So zeige ich Euch mal eine Seite von Amrum, die Ihr von mir bisher noch nicht kennengelernt habt. Einfach deshalb, weil ich halt die meiste Zeit am Strand und das in den Abendstunden bin.


An diesem Tag war ich mit Fahrrad am Nachmittag unterwegs und habe eine richtige Wanderung gemacht. Durch die Dünen, vorbei am Wriakhörnsee, einem Süßwasserbinnensee.







Und obwohl schon viele Urlauber auf der Insel waren, habe ich kaum jemanden getroffen, dass ich mich gefragt habe, in welcher Ecke der Insel sich denn alle verstecken








Und immer wieder taucht er auf, beständig, standfest, alles überblickend, gelassen - der Leuchtturm
Es war fast wie ein Symbol, dass egal, welche Wegbiegung ich nehme, welches Dünental ich durchquere, er immer wieder auftaucht als Wegweiser. So ist es doch im Leben auch








Und es gibt ebene Wege, Wege die abwärts führen und solche, die aufwärts gehen. So ist es doch im Leben auch.







Winzige versteckte Schönheiten und selbst eine fleischfressende Pflanze - der Sonnentau
sind auf Amrum zu finden






Karge Pflanzen und üppige Pracht wachsen nur ein paar Schritte voneinander entfernt
Eine Mama war mit ihrem ca. zwölf Jahre alten Sohn in den Dünen unterwegs, erklärte ihm die unterschiedlichen Pflanzen und er fotografierte mit totaler Begeisterung. Warum ich das weiß: weil er mir die Fotos gezeigt und das Gelernte voller Stolz erklärt hat. Wie schön, gelebte Liebe für die Natur






So, das ist für heute das letzte Bild. Es gibt bald noch mehr, spätestens dann, wenn die Hitze wieder drückt und ich gerne in Gedanken mit Euch auf die Insel reise.


Eine feine Sommerzeit Euch allen


Veronika


Montag, 6. Juli 2015





ALSO GUT, ICH VERSUCH'S


ich wollte ja schon beim I mit meinem Alphabet bei Sonja von dreamlightpictures einsteigen, aber es war irgendwie nie richtig Zeit

So beginne ich beim "leichten" J und verknüpfe meine Gedanken mit den Fotos, die heute auf Amrum entstanden sind.



JONGLIEREN




Jonglieren gehört doch irgendwie immer zu unserem Alltag, unserem Leben. 
Wie oft verwenden wir das Wort um zu beschreiben, wie flexibel wir sein müssen, wie anpassungsfähig an die vielfältigen Situationen, wie biegsam und wendig.

Gerade als Mama von drei Kindern mit Haushalt und den ganzen Beschäftigungen so nebenher ist die Qualität des Jonglierens fast ununterbrochen notwendig.

Ich glaube, dass die ganze Welt, die Natur auch so funktioniert. Jeder Tag, jede Situation, jede veränderte Umweltbedingung bringt uns dazu, uns neu zu positionieren und zu ordnen







Gäbe es ohne Jonglieren überhaupt diese Vielfalt?


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JOKER






Wie viele Joker bekommen wir mit auf unseren Lebensweg,
sind es ein paar, um sie gezielt einzusetzen?

sind es doch unzählige, weil das Leben großzügig ist,
oder sind es unendlich viele, damit wir auch die unendlichen Möglichkeiten nutzen?

Und wenn wir Joker bekommen, verwenden wir sie?
Sehen wir sie überhaupt und wenn ja, wissen wir, wann sie am besten platziert sind?

Verstehen wir zumindest hin und wieder mal das Leben auch als Spiel, oder sind wir so in der Ernsthaftigkeit gefangen, dass wir gar nicht mehr wissen, wie wir einen Joker benutzen können?






Vielleicht ist es manchmal ganz gut, sich solche Fragen zu stellen, bevor uns das Leben in die Antworten zwingt







JENSEITS

Wenn ich unter diesem großen Himmel stehe - so wie heute Abend - dann spüre ich so sehr mein Eingebundensein in alles, was da ist.

Da ist die Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits vielleicht eine Spur weniger scharf, ist da und dort auch ein wenig durchlässig.






Und wenn ich da so stehe, frage ich mich, was wir hier denn eigentlich so treiben in unserer Geschäftigkeit, in unserem Müssen und Wollen 

Was bleibt, wenn die Schwelle zum Jenseits nahe ist. Ich glaube nicht, dass mein Vater kurz vor seinem Tod sich gefragt hat, ob der denn sein Auto immer sauber geputzt hat, ob sein Schreibtisch aufgeräumt war, ob er genug Geld verdient hat und ausreichend Anerkennung bekam. 

Vielmehr glaube ich, wird er sich die Frage gestellt haben, ob er denn das, was als Keim angelegt war, zur Reife gebracht hat. Ob seine Seele Erfüllung gefunden hat in seinem Tun, ob er die Wege im Sinne seines Herzens gegangen ist, ob er seiner Sehnsucht, die die Spuren legte, gefolgt ist.
Ob er die Chancen des Lebens ergriffen hat, ob die Liebe zu sich selbst groß genug war, ob er die Verbindung zu seiner inneren Stimme gespürt hat.






Es macht keinen Sinn, um diese Fragen einen weiten Bogen zu machen, sie holen uns ein, früher oder später. Wir müssen uns unter diesen großen Himmel stellen, der das Jenseits ins Diesseits bringt
und den Antworten zuhören, die der Wind und das Meer erzählen. In den stillen Nischen unserer Tage erfahren wir vom Leben, wie wir es uns erträumen.







Es ist vielleicht nicht Alles auf einmal möglich, ich glaube, es ist schon gut, am Meer zu stehen oder wo auch immer das Herz zu Hause ist, und am fernen Horizont schon die Antworten zu sehen.






......ich glaube, ich habe nicht behauptet, dass J ein leichter Buchstabe ist