Montag, 6. Juli 2015





ALSO GUT, ICH VERSUCH'S


ich wollte ja schon beim I mit meinem Alphabet bei Sonja von dreamlightpictures einsteigen, aber es war irgendwie nie richtig Zeit

So beginne ich beim "leichten" J und verknüpfe meine Gedanken mit den Fotos, die heute auf Amrum entstanden sind.



JONGLIEREN




Jonglieren gehört doch irgendwie immer zu unserem Alltag, unserem Leben. 
Wie oft verwenden wir das Wort um zu beschreiben, wie flexibel wir sein müssen, wie anpassungsfähig an die vielfältigen Situationen, wie biegsam und wendig.

Gerade als Mama von drei Kindern mit Haushalt und den ganzen Beschäftigungen so nebenher ist die Qualität des Jonglierens fast ununterbrochen notwendig.

Ich glaube, dass die ganze Welt, die Natur auch so funktioniert. Jeder Tag, jede Situation, jede veränderte Umweltbedingung bringt uns dazu, uns neu zu positionieren und zu ordnen







Gäbe es ohne Jonglieren überhaupt diese Vielfalt?


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JOKER






Wie viele Joker bekommen wir mit auf unseren Lebensweg,
sind es ein paar, um sie gezielt einzusetzen?

sind es doch unzählige, weil das Leben großzügig ist,
oder sind es unendlich viele, damit wir auch die unendlichen Möglichkeiten nutzen?

Und wenn wir Joker bekommen, verwenden wir sie?
Sehen wir sie überhaupt und wenn ja, wissen wir, wann sie am besten platziert sind?

Verstehen wir zumindest hin und wieder mal das Leben auch als Spiel, oder sind wir so in der Ernsthaftigkeit gefangen, dass wir gar nicht mehr wissen, wie wir einen Joker benutzen können?






Vielleicht ist es manchmal ganz gut, sich solche Fragen zu stellen, bevor uns das Leben in die Antworten zwingt







JENSEITS

Wenn ich unter diesem großen Himmel stehe - so wie heute Abend - dann spüre ich so sehr mein Eingebundensein in alles, was da ist.

Da ist die Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits vielleicht eine Spur weniger scharf, ist da und dort auch ein wenig durchlässig.






Und wenn ich da so stehe, frage ich mich, was wir hier denn eigentlich so treiben in unserer Geschäftigkeit, in unserem Müssen und Wollen 

Was bleibt, wenn die Schwelle zum Jenseits nahe ist. Ich glaube nicht, dass mein Vater kurz vor seinem Tod sich gefragt hat, ob der denn sein Auto immer sauber geputzt hat, ob sein Schreibtisch aufgeräumt war, ob er genug Geld verdient hat und ausreichend Anerkennung bekam. 

Vielmehr glaube ich, wird er sich die Frage gestellt haben, ob er denn das, was als Keim angelegt war, zur Reife gebracht hat. Ob seine Seele Erfüllung gefunden hat in seinem Tun, ob er die Wege im Sinne seines Herzens gegangen ist, ob er seiner Sehnsucht, die die Spuren legte, gefolgt ist.
Ob er die Chancen des Lebens ergriffen hat, ob die Liebe zu sich selbst groß genug war, ob er die Verbindung zu seiner inneren Stimme gespürt hat.






Es macht keinen Sinn, um diese Fragen einen weiten Bogen zu machen, sie holen uns ein, früher oder später. Wir müssen uns unter diesen großen Himmel stellen, der das Jenseits ins Diesseits bringt
und den Antworten zuhören, die der Wind und das Meer erzählen. In den stillen Nischen unserer Tage erfahren wir vom Leben, wie wir es uns erträumen.







Es ist vielleicht nicht Alles auf einmal möglich, ich glaube, es ist schon gut, am Meer zu stehen oder wo auch immer das Herz zu Hause ist, und am fernen Horizont schon die Antworten zu sehen.






......ich glaube, ich habe nicht behauptet, dass J ein leichter Buchstabe ist













Kommentare:

  1. Deine Bilder sind unglaublich schön. Diese Abendstimmung fantastisch!
    Deine Gedanken regen zum Nachdenken an, obwohl ich persönlich eigentlich so gut wie nie über das Jenseits nachdenke. Irgendwie bin ich zu sehr im Diesseits beschäftigt:)
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

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    1. Liebe Christine,

      endlich etwas Zeit zum Antworten. Ich bin auch sehr im Diesseits beschäftigt, aber in den stillen Momenten in der Natur ist das ganz Große, das Ewige so nah, dass es ganz leicht ist, darin einzutauchen. Da verbinden sich für mich beide Welten.

      Ich wünsch Dir einen genialen Sommer
      Veronika

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  2. Es freut mich sehr, dass Du es dieses Mal geschafft hast, mit zumachen, liebe Veronika.
    Mit dem Jenseits bist Du heute schon die zweite, die mich auf dieses von mir meist verdrängte Thema bringt...
    Früher hat mich der Gedanke an den Tod fast wahnsinnig vor Angst gemacht. Später ging es dann besser, weil ich glaube, dass es danach etwas geben muss. Heute habe ich manchmal Zweifel und damit ich nicht wieder solche Ängste fühlen möchte, klammere ich das Thema für mich aus. Ich weiß, dass es falsch ist und das mich das eines Tages einholen wird... und ich sollte mich lieber vorher damit beschäftigen, bevor mich das Leben oder eben auch der Tod dazu zwingt... aber wie ich auch schon in dem anderen Blog geschrieben habe... nicht heute... vielleicht morgen. Ein wenig wie Scarlett O'Hara...

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Liebe Sonja,

      jetzt erst finde ich ein wenig Muße für die Antwort.
      Ich habe von Deinem Problem mit dem Blog gelesen und mich dabei gefragt, ob denn daraus Nachteile entstehen können. Aber es war beruhigend zu lesen, dass Du nicht nur im Außen nach Antworten gesucht hast, sondern den Hinweis, wo immer er herkam, auch verstanden hast. So wünsche ich Dir eine wundervolle Auszeit und freue mich jetzt schon auf Deinen neuerlichen Blogeinstieg.
      Also ich glaube, dass wir uns vor dem Jenseits nicht fürchten müssen, weil es vermutlich keinen Unterschied zwischen hier und dort gibt, außer, dass es in der geistigen Welt nicht mehr die Probleme wie hier gibt, dass die Beschwerden der Körperlichkeit weg sind und die Emotionen, die Gedanken, die uns so oft im Weg stehen, um das Leben wirklich so nehmen zu können wie es ist, uns nicht mehr behindern. Ich finde es auch sehr beruhigend, an das Jenseits zu denken - klingt vielleicht komisch - aber es erinnert mich immer wieder daran, die Zeit hier zu nützen und mich ins Abenteuer Erdenleben richtig reinzustürzen.

      Einen wundervollen Sommer für Dich.

      Liebe Grüße
      Veronika

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  3. Hallo Veronika,
    das J hat es wirklich in sich. Aber Du hast super Wörter gefunden, tolle Gedanken und wie immer wunderschöne Fotos.
    Liebe Grüße
    Manu

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  4. Guten Morgen liebe Veronika,
    nun hast du mich gestern so neugierig gemacht mit deinem J-Post, dass ich heute doch nachschauen musste.
    Wunderbare Wörter hast du da beschrieben. Ich denke schon, es ist von Vorteil, wenn man hin und wieder das jonglieren beherrscht und auch ab und zu einen Joker ziehen kenn.
    Und was ich jetzt gelernt habe, dass es sich vielleicht doch positiv auswirkt, wenn man schon vorher mal ans Jenseits denkt. Und nicht erst, wenn es einem mit Wucht überrollt und man keine Möglichkeit mehr hat, irgendertwas anders zu machen.... Man weiß nie, wieviel Zeit einem selbst oder einem geliebten Menschen bleibt. Sicher ist nur, sie ist endlich!
    Hab Dank für den schönen Tag! Wir gehen jetzt ne Runde Radeln.
    Herzliche Grüße
    Birthe

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